14.11.2011
Hochwasserschäden werden beseitigt
(DTPA/MT) DRESDEN: Der binationale Begleitausschuss des Ziel 3/Cíl 3-Programms hat in Karlovy Vary/Tschechische Republik insgesamt 14 grenzübergreifende Vorhaben in den Bereichen Hochwasserschutz, Tourismus und Umwelt bestätigt. Mit rund 22,1 Millionen Euro EU-Mitteln kann damit im Rahmen des Ziel 3/Cíl 3-Programms ein Gesamtvolumen von rund 26,3 Millionen Euro umgesetzt werden. Seit Beginn der Antragstellung im August 2008 konnten sich nunmehr 152 Projekte qualifizieren.
Im Bereich Maßnahmen zur Beseitigung von Schäden durch das Augusthochwasser 2010 und Förderung von Präventionsmaßnahmen, die mit dem Hochwasser in Zusammenhang stehen können die Städte Varnsdorf und Rumburk zusammen mit der Stadt Seifhennersdorf und der Gemeinde Großschönau das Projekt "Feuerwehren Varnsdorf, Rumburk, Großschönau, Seifhennersdorf – Gegenseitige Hilfeleistung" realisieren. Dabei wird der am Fluss Mandau liegende "Vierstädtebund" sein gemeinsames Krisenmanagement optimieren, um besser für Schadensfälle gerüstet zu sein. Geplant sind die Anschaffung von Spezialtechnik in Varnsdorf, Seifhennersdorf und Großschönau sowie die Sanierung des Löschwasserbeckens und Schaffung von Rückhalteflächen in Rumburk. Gemeinsame Theorieschulungen, taktische und praktische Übungen runden das Projekt ab. Das Vorhaben wird von der Europäischen Union mit einem Zuschuss in Höhe von rund 922.000,00 Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert.
Ebenfalls im Bereich Maßnahmen zur Beseitigung von Schäden durch das Augusthochwasser 2010 und Förderung von Präventionsmaßnahmen, die mit dem Hochwasser in Zusammenhang stehen kooperieren die Stadt Děčín, die Stadt Bad Schandau und die Gemeinde Reinhardtsdorf-Schöna im Projekt "Zusammenarbeit bei der Lösung von Krisensituationen auf der Elbe im sächsisch-tschechischen Grenzraum". Im Fokus dieses Vorhabens steht eine verbesserte Koordinierung der Rettungseinsätze im sächsisch-tschechischen Elbtal. Für grenzübergreifende Einsätze wird geeignete Technik angeschafft. Zudem soll das erste Luftkissenboot in der Region zum Einsatz kommen. Zur besseren Abstimmungen und Koordinierungen von gemeinsamen grenzüberschreitenden Einsätzen werden die Projektpartner gemeinsame Übungen und Schulungen durchführen. Das Projekt soll eine deutlich verbesserte Sicherheitslage an der Schnittstelle grenzüberschreitender Straßen, Schienen und touristischer Wege im Elbtal ermöglichen. Die Europäische Union unterstützt das Vorhaben mit einem Zuschuss in Höhe von rund 375.000,00 Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).
Im Programmschwerpunkt Entwicklung der Wirtschaft und des Tourismus wurde der Förderung eines Projektes zugestimmt. Im Programmschwerpunkt Verbesserung der Situation von Natur und Umwelt stimmte der Begleitausschuss der Förderung von zwei Projekten zu.
Der Begleitausschuss bestätigte auf seiner Sitzung außerdem die Weiterführung des gemeinsamen Kleinprojektefonds in den vier sächsisch-tschechischen Euroregionen. Interessierte Antragsteller aus beiden Ländern können damit weiterhin bei der Euroregion EUREGIO EGRENSIS in Plauen und Karlovy Vary, der Euroregion Erzgebirge/Krušnohoří in Freiberg und Most, der Euroregion Elbe/Labe in Pirna und Ústí nad Labem sowie der Euroregion Neisse in Zittau und Liberec Anträge auf Förderung von grenzüberschreitenden Kleinprojekten stellen.
Antrags- und Bewilligungsstelle für Projekte außerhalb des Kleinprojektefonds ist die Sächsische Aufbaubank – Förderbank – (SAB). Ausführliche Informationen zum Antragsverfahren und zu Kontaktdetails erhalten alle Interessierten auf der Website von Ziel 3/Cíl 3 unter www.ziel3-cil3.eu. Anfragen zu Fördermöglichkeiten der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit sowie zu Beratungsterminen können an kontakt@ziel3-cil3.eu gerichtet werden.

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