27.10.2011
Zeitplan für Euregio Egrensis–Zusammenschluss
(DTPA/MTL) PLAUEN/BURGK: Das Gesamtgebiet der Euregio Egrensis umfasst rund 17.000 km² und 2 Millionen Einwohner. Es erstreckt sich von den Landkreisen Greiz und Vogtlandkreis im Norden bis zum Landkreis Schwandorf im Süden und von Kronach bis Karlovy Vary in West-Ost-Richtung.
Auf der Basis von drei Kommunalgemeinschaften hat die Euregio Egrensis seit fast 20 Jahren erfolgreich zusammen gearbeitet.
"Jetzt wird es Zeit den nächsten Schritt in eine einheitliche gemeinsame Struktur zu machen", eröffnete der gemeinsame Präsident der Gesamt-Euregio Frank Roßner die jüngste Sitzung auf Schloß Burgk/Saale-Orla-Kreis. Erfahrungen haben gezeigt, dass die grenzübergreifende Zusammenarbeit verschiedener Regionen unter einer einheitlichen-, grenzüberschreitenden Organisationsstruktur erhebliche organisatorische, personelle und vor allem finanzielle Vorteile bietet. Gleichzeitig erhöht sich die Akzeptanz von Stellungnahmen und Anträgen. Es wächst das politische Gewicht gegenüber nationalen- und europäischen Gremien.
Mit dem langjährigen Generalsekretär der Arbeitsgemeinschaft der Europäischen Grenzregionen, Jens Gabbe konnte ein hochrangiger Gast als Mentor begrüßt werden. Weiterhin waren die Euregio Arbeitsgemeinschaften Sachsen/Thüringen, Bayern und Tschechien mit ihren politischen Spitzenrepräsentanten und den jeweiligen Geschäftsstellenmitarbeitern vor Ort.
Zu Beginn der neuen EU-Förderperiode, im Jahr 2014, soll der neue EVTZ (Europäischer Verbund für territoriale Zusammenarbeit) einsatzfähig sein. Die bisherigen Tätigkeiten der Arbeitsgemeinschaft werden nach und nach in die neue Struktur übertragen.
Es wurde sich darauf verständigt, dass die neue Europaregion nach deutschem Recht arbeiten soll, der gemeinsame Sitz wird sich ebenfalls in Deutschland befinden. Repräsentiert wird sie weiterhin durch einen Präsidenten, der im Rotationsprinzip wechseln soll. Die Entscheidung über den Standort der gemeinsamen Geschäftsstelle wird nach einem Ausschreibungsverfahren einvernehmlich gefasst werden.
In einer weiteren Sitzung Anfang des Jahres soll auch über den zukünftigen Satzungsentwurf, sowie den konkreten Ort für den gemeinsamen Sitz entschieden werden. Bis dahin wird mit den nationalen Genehmigungsbehörden der vorgesehene Ablauf abgestimmt. Im Jahre 2012 soll dann die Diskussion und Beschlussfassung in den jeweiligen Mitgliederversammlungen erfolgen. Anfang 2013 könnten dann die ersten konkreten Umsetzungsschritte erfolgen.

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