16.09.2011
Tschechien packt Elbemüll an
(DTPA/MT) PRAG/DRESDEN: Sachsens Umweltminister Frank Kupfer hat sich zufrieden mit den Ergebnissen der letzten Sitzung der Deutsch-Tschechischen Umweltkommission gezeigt. Bei den Beratungen in Prag waren unter anderem das Thema Plastik-Müll an der Elbe und der Katzendreckgestank in den Kammlagen des Erzgebirges angesprochen worden.
"Der aus Tschechien bei Hochwasser angeschwemmte Plastikmüll sorgt hier für Verärgerung sowie hohe Entsorgungskosten und kann deshalb nicht hingenommen werden. Unsere Partner in Tschechien haben dieses Problem erkannt und wollen nun gemeinsam Lösungen finden". So wird es künftig direkte Ansprechpartner im Tschechischen Umweltministerium geben. Darüber hinaus werden entlang der Elbe auf tschechischer Seite Müllcontainer aufgestellt, die wilde Ablagerungen von Kunststofflaschen eindämmen sollen. Längerfristig sollen Änderungen von innerstaatlichen tschechischen Gesetzen Abhilfe schaffen, die Hersteller und Verursacher stärker in die Pflicht nehmen.
Beim Kampf gegen den Katzendreckgestank im Erzgebirge hat Sachsen im Frühjahr dieses Jahres die Anzahl der Luftproben verdoppelt. "Bei den Beratungen wurde vereinbart, diese Proben gemeinsam auszuwerten. Zwar hat sich die Luftqualität im Erzgebirge in den vergangenen Jahren zweifelsohne spürbar verbessert. Wir sind uns aber einig, dass nur über geeignete Proben die Ursachen der immer noch zeitweise auftretenden Belastungen gefunden und beseitigt werden können", so der Minister.
Die Deutsch-Tschechische Umweltkommission wurde mit dem Deutsch-Tschechischen-Umweltabkommen vom 24. Oktober 1996 ins Leben gerufen. Sie tagt in der Regel einmal jährlich. Der Freistaat Sachsen ist in dem Gremium durch Umweltstaatssekretär Herbert Wolff vertreten.

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