22.01.2002
Wissen über EU-Osterweiterung nimmt zu
(DTPA/MT) DRESDEN: Der Kenntnisstand der sächsischen Bevölkerung über die Erweiterung der Europäischen Union um die Staaten aus Ost- und Mitteleuropa hat im letzten Halbjahr zugenommen. Waren es im Juni 2001 lediglich 17 Prozent der Bevölkerung, die sich gut über den geplanten Beitritt von Staaten aus Mittel- und Osteuropa zur EU informiert fühlten, so waren es im Dezember 2001 fast ein Viertel der Bevölkerung (23 Prozent). Gleichzeitig ist der Anteil der schlecht Informierten von Juni - Dezember 2001 von 46 auf 33 Prozent gesunken.
Bei der Umfrage zeigt sich deutlich, dass Hörfunk, Fernsehen, Zeitungen und Zeitschriften, also die Medien insgesamt die Hauptinformationsquellen der Bürger über die Europäische Union sind. Hörfunk und Fernsehen stehen mit 74 Prozent an erster Stelle, gefolgt von Zeitungen und Zeitschriften mit 57 Prozent. Eine untergeordnete Rolle spielen Broschüren und das Internet.
Als Fazit der EMNID-Umfrage zur Europäischen Union und zur EU-Osterweiterung lässt sich feststellen, dass die Information und die Auseinandersetzung mit der Erweiterung der EU bei den Bürgern langsam aber stetig zunimmt. Gleiches gilt auch für die Beschäftigung mit europäischer Politik insgesamt. "Da die Bürger sich besonders auch zukünftig über die herkömmlichen Medien (Hörfunk, Fernsehen, Zeitungen und Zeitschriften) informieren, muss verstärkt versucht werden, den europäischen Gedanken bzw. die europäische Politik durch Berichte, Diskussionen und Reportagen den Menschen näher zu bringen. Programm-Macher und Politiker sind gleichermaßen gefordert", stellte Staatsminister Stanislaw Tillich diesbezüglich fest.

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