13.09.2000
Linke Gruppen rufen zu Aktionstagen in Prag auf
(DTPA) PRAG/BERLIN:In Deutschland und Tschechien rufen linke Gruppierungen verstärkt zu Protestaktionen gegen die Tagung von IWF und Weltbank am 26. September in Prag auf. Wie der Sprecher der Organisation "Linksruck", Alper Sirin, in einem Interview gegenüber der Nachrichtenagentur DTPA sagte, liege das Ziel der Aktionen, die bereits am 22. September in Prag beginnen sollen, zwischen Behinderung und Verhinderung der Tagung von IWF und Weltbank.
"Die Vertreter von IWF und Weltbank, von denen lediglich Aggression und Gewalt ausgeht, haben keine demokratische Legitimation. Deshalb nehmen wir uns das Recht, gegen diese illegal stattfindende Versammlung in Prag zu demonstrieren", so Sirin. Die Gegendemonstrationen seien bisher nicht von den tschechischen Behörden genehmigt worden.
Neben der tschechischen linken Vereinigung INPEG werden die Aktionstage auch von einzelnen Betriebsorganisationen deutscher Gewerkschaften wie ÖTV und DGB sowie von der PDS und zahlreichen Umweltorganisationen unterstützt. Damit sei ein breites Bündnis geschaffen, das die Linken Gruppen vereine wie schon lange nicht mehr, sagte Sirin weiter. Linksruck erwartet zwischen 15.000 und 20.000 Protestteilnehmer aus aller Welt in Prag. Allein aus Sachsen werden insgesamt mehrere Busse zu den Gegenkundgebungen nach Prag fahren, darunter ab Leipzig, Dresden, Chemnitz, Zwickau und Hoyerswerda.

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