11.01.2002
Radio Free Europe droht mit Weggang aus Tschechien
(DTPA/DH) PRAG: Der Geschäftsführer des in Prag ansässigen internationalen Rundfunkdienstes „Radio Free Europe/Radio Liberty“ (RFE/RL), Thomas Dine, wehrt sich gegen einen Umzug seines Senders aus dem Prager Stadtzentrum. Das Kabinett des Ministerpräsidenten Milos Zeman (CSSD) möchte, dass RFE/RL seine Studios aus Sicherheitsgründen an den Stadtrand verlegt. Dine warf den tschechischen Behörden "Druckausübung" vor. Er verstehe dies als "Aufhebung" der einstigen Einladung der Tschechischen Republik an RFE/RL, aus München nach Prag umzuziehen. Nach dem 11. September letzten Jahres gäbe es keinen sicheren Ort mehr, zitiert die „Prague Post“ den Direktor. Dine drohte auch mit dem Umzug des Senders in ein anderes Land.
Das tschechische Außenministerium wies die Vorwürfe zurück. Es handle sich um die Sicherheit der Mitarbeiter des Senders und die der Bürger. Nach Angaben des tschechischen Ministerpräsidenten Milos Zeman hatte der Irak bereits einen Anschlag auf RFE geplant.

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