01.06.2011
Präsidium der Euregio Egrensis tagte
(DTPA/MTL) BURGK: Am 25. Mai fand turnusgemäß die zweite Sitzung des Gemeinsamen Präsidiums der Euregio Egrensis im Jahr 2011 statt. Diese Sitzung wurde auf Wunsch des Präsidenten des Gemeinsamen Präsidiums der Euregio Egrensis - Herrn Landrat Frank Roßner, in den neugestalteten Amtsräumen des Schlosses Burgk anberaumt. Das Schloss Burgk befindet sich in Trägerschaft des Saale-Orla-Kreises.
Die Geschäftsführer der drei Euregio Egrensis Arbeitsgemeinschaften berichteten zunächst über den Umsetzungsstand des Ziel3/Cil3-Kleinprojektefonds. Der bayerische Geschäftsführer, Herr Harald Ehm, erläuterte, dass in Bayern die Umsetzung des sogenannten Dispositionsfonds nicht so kompliziert ist, wie in Sachsen. Deshalb sind seit Vergabebeginn 2008 bereits Fördermittel für 300 bayerisch-tschechische Projekte vergeben worden. Die Förderperiode Ziel3/Cil3 kann in Bayern bis 2014 ohne Unterbrechung fortgesetzt werden. Weitere Fördermittel für Kleinprojekte werden in Jahresscheiben zur Verfügung gestellt.
Auf Sächsisch-tschechischer Seite wurde das Projekt "Gemeinsamer KPF in der Euroregion Euregio Egrensis" erst am 01.12.2009 mit einer Laufzeit von zunächst 3 Jahren begonnen, da die Projekte Ziel3/Cil3 in Sachsen die Laufzeit von 3 Jahren nicht überschreiten dürfen. Seit Genehmigung wurden bereits vier Änderungsanträge notwendig!
Bisher wurden durch den gemeinsamen Lokalen Lenkungsausschuss auf Sächsisch/Thüringer Seite 47 und auf Böhmischer Seite 46 Kleinprojekte bestätigt, insgesamt 93 grenzüberschreitende Kleinprojekte.
Insgesamt wurde konstatiert, dass die Umsetzung des Ziel3/Cil3 Kleinprojektefonds in Sachsen/Thüringen, aber auch des bayerischen Dispositionsfonds dringend vereinfacht und erleichtert werden muss, um grenzüberschreitende Kleinprojekte und Begegnungsmaßnahmen, auch People-to-People-Projekte genannt, weiter zu initiieren und erfolgreich durchzuführen, um den europäischen Gedanken zu verwirklichen.
Im Rückblick wurde über die am 08.04.2011 in Ostrov stattgefundene gemeinsame Jahrespressekonferenz der Euregio Egrensis gesprochen. Diese Jahrespressekonferenz war mit über 100 Gästen aus der gesamten Euregio Egrensis sehr gut besucht. Das Hauptreferat mit dem Thema "Der grenzüberschreitende Arbeitsmarkt - Wegfall der Beschränkungen der Arbeitnehmerfreizügigkeit", das Herr Hans-Joachim Wunderlich, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Chemnitz, ausgeführt hat, kam sehr gut an und passte in den zeitlichen Rahmen.
Ein weiterer Diskussionspunkt war die Vorbereitung des Euregio Egrensis Jugendsommerlagers 2011. Das Jugendsommerlager findet vom 01.08.-05.08.2011 in der Jugendherberge "Alte Feuerwache" in Plauen unter dem Thema "Feuer- und Katastrophenschutz" statt. Die organisatorischen Vorbereitungen sind weitestgehend abgeschlossen. Die als "Initialzündung" gedachte Fokussierung auf Jungfeuerwehrleute für diese deutsch-tschechische Begegnung erweist sich nicht als Vorteil.
Leider gibt es in Sachsen/Thüringen und auch in Bayern Probleme, die jeweils 15 Plätze zu besetzen. Durch verstärkte Bemühungen und Öffnung für die Allgemeinheit sollen jedoch die noch freien Plätze besetzt werden.
Die Mitglieder des Gemeinsamen Präsidiums wurden eingeladen, an der Eröffnungsfeier am 01.08.2011 oder am Abschlussabend am 05.08.2011 in Plauen teilzunehmen und mit den Jugendlichen ein paar fröhliche Stunden zu verbringen.
Die diesjährige Euregio Egrensis Preisverleihung findet am 22.10.2011 auf Schloss Wernsberg/ Labndkreis Schwandorf in Bayern statt. Preisthema ist in diesem Jahr: "Arbeitsmarkt, Schule, Ausbildung". Von bayerischer und tschechischer Seite wurden bereits entsprechende Vorschläge eingebracht. Die sächsisch/thüringische Seite schließt sich den Vorschlägen an. Außer dem Preisgeld sollen die Kandidaten zur Erinnerung eine Glasplakette erhalten.
Die Euregio Egrensis arbeitet seit 1993 in loser Form von drei nationalen Kommunalgemeinschaften eng zusammen. Es ist an der Zeit, diese Zusammenarbeit auf eine qualitativ höhere Stufe zu stellen. Die Arbeitsgemeinschaft der Europäischen Grenzregionen empfiehlt nach einer so langen und erfolgreichen Kooperation einen "Europäischen Verbund für Territoriale Zusammenarbeit" (EVTZ) zu gründen.
Ein EVTZ empfiehlt sich, obwohl er ein sehr schwer handhabbares juristisches Instrument ist, als Rechtsform, die europaweit Gültigkeit hat. Die inhaltliche Arbeit und die Aufgaben der Euregio sind soweit entwickelt, dass diese Rechtsform angemessen ist. Weitere Schritte zur Gründung eines EVTZ sind umgehend zu prüfen und auf den Weg zu bringen.
Im Jahr 2012 ist in Thüringen ein Kirchentag geplant. Es wäre wünschenswert, diesen Kirchentag als Euregionalen Kirchentag zu begehen und auch bayerische und tschechische Glaubensbrüder aktiv einzubeziehen. Bis Ende Juni 2011 werden die finanziellen Möglichkeiten geprüft, diesen Kirchentag als Euregionalen Kirchentag zu begehen.

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