02.05.2011
Arbeitnehmer-Freizügigkeit für acht EU-Staaten
(DTPA/MT) CHEMNITZ: Am 1. Mai erhielten die Staatsangehörigen der acht EU-Mitgliedsstaaten Estland, Lettland, Litauen, Polen, Slowakische Republik, Slowenien, Tschechische Republik und Ungarn uneingeschränkte Arbeitnehmerfreizügigkeit im Bundesgebiet. Damit entfällt die Verpflichtung, vor Aufnahme der Beschäftigung eine Arbeitsgenehmigung einzuholen.
"Wir rechnen damit, dass jährlich rund 1.400 Zuwanderer aus den Nachbarländern zu uns nach Sachsen kommen. Das sind weitaus weniger als wir aufgrund des demographisch bedingten Fachkräftebedarfs in Sachsen benötigen" erklärt Jutta Cordt, Vorsitzende der Geschäftsführung der Regionaldirektion Sachsen der Bundesagentur für Arbeit (BA).
Die Nachbarländer Polen und Tschechien haben im Vergleich zu Deutschland einen ähnlichen Arbeitsmarkt. Steigende Fachkräftebedarfe und die Auswirkungen einer alternden Bevölkerung sind auch dort zu meistern. Insofern werden diese Länder versuchen, ihre Fachkräfte im Land zu halten", sagte Cordt weiter.
Freie Stellen der Betriebe in den Grenzregionen können und werden durchaus ab Mai durch Bürger aus den Nachbarländern besetzt werden. Hier müssen sich die Arbeitnehmer auf steigenden Wettbewerb einstellen. Jedoch spielen hier Mobilität, Fachkenntnis und vor allem die deutsche Sprache eine wichtige Rolle bei der Stellenbesetzung.
Staatsangehörige aus den EU-Mitgliedstaaten Bulgarien und Rumänien brauchen auf Grund Übergangsfristen weiterhin für eine Beschäftigung im Bundesgebiet eine Arbeitsgenehmigung-EU der Bundesagentur für Arbeit.

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