21.12.2001
Erste deutsch-tschechische Kindertagesstätte
(DTPA/MT) OBERWIESENTHAL: Die Kinder des Kindergartens "Regenbogen" in Oberwiesenthal erhalten in diesem Jahr ein ganz besonderes Weihnachtsgeschenk. Das zuständige Regierungspräsidium in Chemnitz hat jetzt einen Fördermittelbescheid über 2,2 Millionen DM für den Ersatzneubau der Kindertagesstätte "Regenbogen" in Oberwiesenthal bewilligt. Der Träger der Einrichtung, der Johanniter e.V. Kreisverband Annaberg, erhalte nunmehr die Fördermittel für das erste bestätigte Projekt im Rahmen der EU-Gemeinschaftsinitiative Interreg III A. Damit sei auch in diesem Bereich eine weitere Basis zur Realisierung der grenzüberschreitenden Kooperation mit der Republik Tschechien gegeben. Das Haus "Regenbogen" ist nach Angaben des sächsischen Sozialministeriums eine Kindertagesstätte, in der tschechische, wie auch deutsche Kinder gleichberechtigt betreut werden, zusammen aufwachsen, miteinander lernen, spielen, Freundschaften aufbauen und sich die Fähigkeit aneignen, einander zu verstehen und zu respektieren.
Der Ersatzneubau Kindertagesstätte "Regenbogen" werde für 130 Kinder in Oberwiesenthal errichtet. Auch solle ein Austausch von Erziehungspersonal erfolgen, der eine zweisprachige Betreuung der Kinder ermögliche. Damit werde die erste offizielle Deutsch-Tschechische Kindertagesstätte auf deutschem Boden eingerichtet, denn auch Kinder der benachbarten tschechischen Gemeinden Bozi Dar und Loucna könnten dann in der neuen Kindertageseinrichtung in Oberwiesenthal betreut werden. Ein wesentliches Ziel, wie die Förderung der persönlichen, sozialen und interkulturellen Kompetenz der Kinder im Umgang mit unterschiedlichen Sprachen und Kulturen könne somit realisiert werden. Die derzeit in Oberwiesenthal bestehende Kindertageseinrichtung leide erheblich unter baulichen Mängeln, wie z.B. unter einem reparaturbedürftigen Dach oder einer desolaten Elektro- und Sanitäreinrichtung, so dass eine neue Kindertagesstätte errichtet werden müsse. Für das Vorhaben seien Gesamtkosten von 2,8 Millionen DM veranschlagt. Aus EU-Mitteln würde ein Betrag in Höhe von 1,9 Millionen DM und über den Freistaates Sachsen ein Betrag von 0,3 Millionen DM bereit gestellt. Der Landkreis Annaberg und der Kurort Oberwiesenthal beteiligten sich mit 0,3 Millionen DM. Den Rest der Gesamtfinanzierung müsse der Träger aus Eigenmitteln bereitstellen, so Sachsens Sozialministerium heute in Dresden.

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