18.12.2001
PDS kämpft gegen sexuelle Ausbeutung von Kindern
(DTPA/MT) DRESDEN: Die PDS drängt im Sächsischen Landtag mit einem Antrag auf eine sächsische Bundesratsinitiative zur Beseitigung der sexuellen Ausbeutung von Kindern entlang der deutsch-tschechischen Grenze. Die Sprecherin für Gleichstellungspolitik der PDS-Fraktion und PDS-Landesvorsitzende Dr. Cornelia Ernst erklärt aus Anlass des bis zum Donnerstag in Japan stattfindenden zweiten Weltkongress gegen kommerzielle sexuelle Ausbeutung von Kindern ihre Position: "Dabei denken wir nicht nur an die ,Ware Lustobjekt Kind' in Thailand, Kenia und Brasilien, sondern auch an die nahe Euro-Region Egrensis, die deutsches und böhmisches Gebiet vereint, wo tschechische Kinder der Gier deutscher Männer aus kommerziellen Gründen geopfert werden."
Zum geplanten Antrag sagt die sächsische PDS-Chefin: "Da auch freistaatliches Engagement seine Grenzen findet, wird die PDS einen Antrag in den Sächsischen Landtag einbringen, der die Staatsregierung auffordert, mit allen ihr zu Gebote stehenden Mitteln im Bundesrat und gegenüber der Bundesregierung für eine wirksame, vor allem dauerhafte Realisierung der Kernpunkte des Stockholmer Kongresses, der jetzt in Yokohama seine Fortsetzung findet, zu wirken. Wir regen an, das vollständige Instrumentarium an Bekämpfungs- und Präventionsstrategien in Anwendung zu bringen, wie es bei der Bekämpfung der Organisierten Kriminalität geschieht, gleichermaßen eine analoge Handhabung des Opferzeugenschutzes. Dazu gehören unter anderem eine koordinierte und effektive Vernetzung von Rechtsvorschriften zum Schutz von Kindern sowie entsprechende internationale Kooperation bei der Strafverfolgung in den Schwerpunkten Kinderprostitution und Kinderhandel."

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