28.02.2011
Grüne: Straßeninstandhaltung statt Neubau
(DTPA/MT) SCHEIBENBERG: Mit Blick auf die Straßen im Erzgebirge plädiert BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN für Instandhaltung und Optimierung statt Neubau. Auf ihrer Mitgliederversammlung im "Sächsischen Hof" in Scheibenberg haben die Erzgebirgsgrünen am 25. Februar einen Fünf-Punkte-Plan zum Verkehrsnetz verabschiedet. Darin wird konstatiert, dass die Instandhaltung und der Winterdienst für das vorhandene Straßennetz schon heute die vorhandenen finanziellen Ressourcen sprengen. Daneben sei ein Straßenneubau auch aufgrund der demografischen Entwicklung unwirtschaftlich und wegen der Schuldenlast der öffentlichen Haushalte in den meisten Fällen unvertretbar.
Die Erzgebirgsgrünen ziehen daraus den Schluss, dass die Optimierung des vorhandenen Straßennetzes Priorität haben muss, dies auch vor dem Hintergrund der Wachstumsbranche des naturnahen Erzgebirgs-Tourismus.
Zeitgleich mit dem Beschluss der erzgebirgischen GRÜNEN befasste sich auch der Karlsbader Regionalvorstand der tschechischen GRÜNEN mit den Forderungen der deutschen Seite. Die "Strana Zelenych" schloss sich dem Fünf-Punkte-Plan an, unterstützt ausdrücklich die Bemühungen zur Optimierung der vorhandenen Straßen in der Euro-Region Erzgebirge und mahnt eine noch intensivere Nutzung des grenzübergeifenden Schienenverkehrs an, so Miloslav Zitka, Verkehrsexperte vom Karlsbader Regionalvorstand.

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