25.02.2011
Mit kleinen Maulwurf zweisprachig aufwachsen
(DTPA/BeK) JOHANNGEORGENSTADT: Mit einem freundlichen "dobrý den" wurden die Gäste am Morgen des 24. Februar in der Kindertagsstätte "Weg ins Leben" in Johanngeorgenstadt begrüßt. Wer mit dieser Begrüßung nichts anzufangen weiß, dem sei gesagt, dass es "Guten Tag" auf tschechisch bedeutet. Grund dafür war die Vorstellung des Projekts "Mit dem kleinen Maulwurf zweisprachig aufwachsen – tschechische und deutsche Kinder lernen ganztägig gemeinsam".
Antje Saffert, die Leiterin der Kita "Weg ins Leben", beschreibt, wie es zum Projekt kam: "Die Idee des Projektes ist schon vor vielen vielen Jahren entstanden, indem in unserer Kindertagesstätte die tschechische Sprache schon einmal wöchentlich praktiziert wird. Wir haben Partnereinrichtungen in Nejdek und in Karlovy Vary. Wir haben bei der ganzen Entwicklung über die Jahre hinweg festgestellt, dass die Zweisprachigkeit bei Kindern nicht so intensiv gefördert wird, wie wenn wir sie ganztägig betreiben würden und das war der Start dieser Idee."
Zwei Jahre hatte es gedauert bis die Idee ausgereift war und am 1. Februar 2011 mit der Einstellung der tschechischen Erzieherin Nikola Dolezelova in die Tat umgesetzt werden konnte. Ganz nach dem Motto "zweisprachig aufwachsen" wurde zu Beginn das Zimmer der Bärengruppe neugestaltet, um somit ein besseres Lernumfeld zu schaffen. Bisher haben auch schon zwei tschechiche Kinder den Weg in die Kita gefunden.
Die ersten positiven Entwicklungen konnten unter anderem Johanngeorgenstadts Bürgermeister Holger Hascheck und die Geschäftsführerin der AWO Erzgebirge gGmbH Christine Leischker bewundern. Die kleinen Bären präsentierten gemeinsam mit ihren beiden Erzieherinnen Nikola Dolezelova und ihrer deutschen Kollegin Gudrun Gans nicht nur eine musikalische, sondern auch eine kulinarische Kostprobe des Erlernten (Bild).
Antje Saffert: "Wir möchten, dass die Kinder den gesamten Tagesablauf mit einander verbringen, dass das tschechische Kind mit dem deutschen Kind kommuniziert, Fragen stellt, dem Kind etwas auf tschechisch sagt und umgekehrt. Dieser Austausch ist uns wichtig und wenn sie nicht weiter wissen, wissen wir genau, dass über Mimik und Gestik, wie beim kleinen Maulwurf mit einem Seufzer es genauso laufen wird."
Als weitere Besonderheit nannte die Leiterin den Heilpädagogischen Abschluss der beiden Erzieherinnen, dieser auch die Aufnahme von Kindern mit Entwicklungsverzögerung erlaubt.
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