28.01.2011
Mit Tschechisch am Arbeitsmarkt punkten
(DTPA/MTL) MARKTREDWITZ: Wer Tschechisch kann, wird im Rennen um einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz in der Region künftig die Nase vorn haben. Davon ist die Euregio Egrensis Bayern mit Sitz in Marktredwitz überzeugt. Bereits in Grund- und Hauptschulen sollen Kinder in Oberfranken und der Oberpfalz die Sprache des Nachbarlandes lernen können, um später im Wettbewerb am Arbeitsmarkt zu punkten. "Diese zusätzliche Qualifikation verbessert die Chancen unserer Jugendlichen, einen Ausbildungsplatz zu finden", ist Dr. Birgit Seelbinder, Präsidentin der bayerischen Euregio, überzeugt. Gerade für Hauptschulabsolventen, die in der Regel in der Region bleiben wollten, sei diese Kompetenz förderlich.
Der Vorstoß geschieht vor dem Wegfall der Arbeitsmarkthürden innerhalb der Europäischen Union. Ab 1. Mai können sich EU-Bürger um Arbeits- und Ausbildungsstellen nach eigener Wahl bewerben. Die Euregio Egrensis sieht darin gerade für junge Leute der Grenzregionen interessante Chancen. Um sie nutzen zu können, richtet das Präsidium den Fokus nun auf die Grund- und Haupt- bzw. Mittelschulen in Oberfranken und der Oberpfalz. "Wir legen Wert darauf, dass die Sprachvermittlung möglichst früh anfängt", erläutert Seelbinder. Das Euregio-Präsidium appelliert deshalb an die Landräte, über die Schulämter Stunden für ein solches Wahlangebot zu beantragen.

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