09.12.2010
Zukunftsfonds fördert Erhaltung des Kulturerbes
(DTPA/MT) PRAG: Auf seiner diesjährig letzten Sitzung entschied der Verwaltungsrat des Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds über die Förderung der Renovierung von Baudenkmälern, vor allem im tschechischen Grenzraum. 7,5 Millionen Kronen wurden unter diesen aufgeteilt.
"Ziel unserer Unterstützung ist nicht nur der Erhalt unseres gemeinsamen Kulturerbes, sondern vor allem die Anerkennung der Zusammenarbeit der deutschen Landsleute mit den tschechischen Einwohnern und Vertretern der Gemeinden, Städte und Pfarreien", führte der Vorsitzende des Verwaltungsrates, Albrecht Schläger, an.
Eine Zuwendung kommt so zum Beispiel der Rettung der gotischen Kirche St. Anna in Malá Veleň - Jedlka zu, die der älteste Sakralbau auf Děčíner Gebiet ist, oder für die Instandsetzung der Dächer und Fassaden der Kirche St. Benedikt in Krnov - Kostelec. In der Kirche sind außerordentlich seltene romanische und frühgotische Fresken erhalten. Zur Rekonstruktion des Denkmals tragen auch die deutschen Landsleute aus Krnov bei, die gemeinsam mit dem örtlichen Rathaus alljährlich eine ganze Reihe von Veranstaltungen organisieren. "Die deutsch-tschechische Zusammenarbeit in Krnov entwickelt sich bereits 16 Jahre lang und ist in ihrem Ausmaß und Gehalt durchaus außergewöhnlich", hebt Kurt Schmidt, der Vertreter der Landsleute, die Partnerschaft mit den ortsansässigen Einwohnern hervor.
Im Rahmen der Sitzung diskutierte der Verwaltungsrat des Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds auch über das sinkende Interesse der tschechischen Bevölkerung am Deutschunterricht und über das Erweiterungspotential des Tschechischen in Deutschland und beschloss, sich bei seiner nächsten Sitzung mit einem neuen Förderprogramm zu beschäftigen, das darauf gerichtet sein wird, das Interesse am Unterricht des Tschechischen in Deutschland und des Deutschen in Tschechien zu erhöhen. Einer der Impulse für die Diskussion war auch die soziologische Studie von Prof. Matějů aus dem Institut ISEA, die die Fremdsprachenkompetenz der tschechischen Bevölkerung untersucht und der Öffentlichkeit in der nächsten Woche vorgestellt wird.
Insgesamt bewilligte der Verwaltungsrat des Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds eine Unterstützung in Höhe von 720.000 Euro für 93 deutsch-tschechische Projekte in den Bereichen Jugend und Schule, Kultur, Dialogveranstaltungen, Publikationen, Renovierung von Baudenkmälern, Soziales und Minderheiten sowie Partnerschaften von Gemeinden.
Eine Übersicht aller bewilligten Projekte finden Sie unter: http://www.zukunftsfonds.cz

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