04.12.2010
Silber verbindet
(DTPA/MT) DRESDEN/ANNABERG-BUCHHOLZ: Mit ihrer gemeinsamen Geschichte im Silberbergbau wollen Sachsen und Tschechien den Tourismus im Westerzgebirge stärken. Für das Projekt "Stříbrná stezka – Silberstrasse – erste investive Etappe" erhalten die Städte Boží Dar, Jáchymov und Ostrov sowie der Bürgerverein Suchá Kotva, die Gemeindeverwaltung Breitenbrunn und die Stadtverwaltung Annaberg-Buchholz rund 2,1 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Das entschied der binationale Begleitausschuss des Ziel 3 Programms für grenzübergreifende Vorhaben am 2. Dezember.
"Die Verbindung von jahrhundertealter Bergbau- und Hüttentradition mit modernen Tourismusangeboten ist der richtige Weg, um noch mehr Gäste in die Region zu bringen", so Wirtschaftsminister Sven Morlok (FDP). "In Sachsen gibt es bereits die Silberstraße von Freiberg bis Annaberg-Buchholz. Mit Hilfe der EU-Förderung werden nun auch tschechische Sehenswürdigkeiten eingebunden und sächsische Angebote saniert und ausgebaut."
Auch wenn sich Umfang und Struktur des Bergbaus verändert haben, gebe er noch heute wichtige Impulse für Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Bildung. "Der Bergbau wird auch künftig seinen Stellenwert im Wirtschaftssystem als Quelle und Basis der Wertschöpfung und als Arbeitgeber behalten."
Ausgangspunkt der "Stříbrná stezka" ist die ‚Silberwiege’ Jáchymov mit ihrem rekonstruierten Stadtzentrum inmitten sehenswerter Bergbauobjekte. Weitere Projektaktivitäten sind die Eröffnung eines grenznahen Stollens mit einem Vorkommen einzigartiger und seltener Mineralien, Ausstellungen im Schloss Ostrov und in der Kirche Suchá, die Beschilderung von Bergbaulehrpfaden, die Sanierung des technischen Denkmales "Silberwäsche Antonsthal" in Breitenbrunn, die Instandsetzung der Festhalle Annaberg-Buchholz als Zentrum von Bergbauparaden sowie Veranstaltungen in Annaberg-Buchholz u.v.m.

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