18.11.2010
Melnik - eine böhmische Spätlese
(DTPA/MT) LEIPZIG: Melnik - eine böhmische Spätlese" heißt es bei "Unterwegs bei Sachsens Nachbarn" am Samstag (20.11.) 18:15 Uhr im MDR Fernsehen.
Aus der Ferne grüßen die hängenden Weingärten der mittelböhmischen Stadt Melnik. Malerisch liegt sie am Zusammenfluss der Moldau und Elbe, war über Jahrhunderte der Witwensitz der böhmischen Königinnen, und ihre tiefen Keller erzählen von einer langen Weinbautradition.
"Unterwegs bei Sachsens Nachbarn" ist in der Hochburg des böhmischen Weins. Eine erste Blüte erlebten die Melniker Weingärten unter der Herrschaft Kaiser Karl IV. um 1350. Schon im zweiten Jahr seiner Regierung ließ der sinnenverwöhnte Kaiser Reben aus Burgund kommen und in den Weinbergen von Melnik anpflanzen. Seitdem ist die edelste Rebsorte, der Burgunder, am böhmischen Elbufer zu Hause. Sogar Goethe ließ sich Melniker Wein nach Weimar schicken.
Moderatorin Beate Werner trifft im Weinberg auf einen echten Fürsten: Jiri Lobkowicz. Nach der politischen Wende erhielt das Adelsgeschlecht das Familienschloss zurück. 1992 erlebten die Lobkowicz ihre erste Weinlese wieder in Melnik. Die Gemächer sind inzwischen historisch eingerichtet und beherbergen eine der größten öffentlichen Barocksammlung des Landes.
Doch nicht nur die Stadt verzaubert. Nordöstlich von Melnik endeckt Beate Werner im Kokorschiner Tal eine Landschaft, die mit der sächsischen Schweiz viel Ähnlichkeit hat. Touristen staunen über bizarre Felsentürme, Höhlen und sogar über eine ganze Felsenstadt mit in Sandstein gehauenen Bauernwohnungen.

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