20.10.2010
Beleuchtungssystem beruhigt bei Flugangst
(DTPA/MTL) DRESDEN/JÖHSTADT: Am Dienstag (19.10.) fand im Rahmen des Ziel 3-Projektes "Umwelt macht Schule – Die Schülerumwelt GmbH" die fünfte deutsche Fachexkursion statt. Sie führte Schülerinnen und Schüler der Mittelschule Jöhstadt auf den Flughafen in Dresden (Bild). In einer eineinhalbstündigen Führung erfuhren sie viel Wissenswertes zur Entstehung des Flughafens, zum Aufbau des Terminals und zur Abfertigung der Fluggäste, dem so genannten Check-In. So wurde zum Beispiel beim Umbau der Halle zum Terminal darauf geachtet, dass alles hell und freundlich wirkt. Die Beleuchtung erfolgt über moderne LED-Technik und ist ein System aus Lampen und Reflektoren. So wird für eine ausreichende Beleuchtung gesorgt und gleichzeitig eine beruhigende Wirkung auf Gäste mit Flugangst erzielt. Auch konnten die Schülerinnen und Schüler einen Blick hinter die Kulissen werfen. Nach dem Passieren der Personenkontrolle ging es mit dem Vorfeldbus über das Vorfeld zur Flughafenfeuerwehr. Während der Fahrt erläuterte Gästeführer Patrick Rost den Aufbau und die Einteilung des Flughafens sowie die einzelnen Berufsfelder, die für einen reibungslosen Ablauf notwendig sind.
Ein weiterer Aspekt der Fachexkursion war der Bezug Flughafen und Umweltschutz, der dem Laien auf den ersten Blick nicht so deutlich ist. Am Flughafen Dresden wird großer Wert auf den Umweltschutz gelegt. Neben der Einhaltung umweltschutzrechtlicher Anforderungen werden auch die vorhandenen Umweltauswirkungen ständig überwacht, um so eine kontinuierliche Verbesserung zu erzielen. So siedelte der Flughafen Dresden zum Beispiel zur Überwachung der Luftqualität zwei Bienenvölker an. Diese sind Teil des Biomonitorings. Der produzierte Honig wurde von unabhängigen Prüflabors auf Schadstoffen, wie Schwermetalle, Benzol und Xylol, untersucht, mit dem sehr guten Ergebnis, dass der Honig die Anforderungen der Deutschen Honigverordnung und des Deutschen Imkerbundes erfüllt. Eine weitere Biomonitoring-Methode sorgte 2008 für Aufsehen, als zur Überwachung der Luft- und Bodenschadstoffe 200 Grünkohl-Pflanzen angebaut wurden. Dank der einwandfreien Testergebnisse konnte der Grünkohl im Dresdener Hilton-Hotel für besondere Gaumenfreuden verwendet werden.
Bis März 2011 werden an je drei sächsischen und tschechischen Schulen der Euroregion Erzgebirge nachhaltige Schülerfirmen gegründet. Mit dem Ziel 3-Projekt sollen die Grundlagen zur nachhaltigen Umweltbildung geschaffen, eine Berufsorientierung hinsichtlich "grüner Berufe" und die Entwicklung eigener Ideen zum schonenden Umgang mit den natürlichen Ressourcen erreicht werden. Bei verschiedenen Fachexkursionen werden die Schülerinnen und Schüler im Laufe des Projektes Einblicke in reale Wirtschaftsunternehmen erhalten. Die praktischen Anregungen fließen dabei in die ökologische und ökonomische Arbeitsweise der Schülerfirmen ein. Des Weiteren werden die besten Arbeiten mit einem Innovationspreis gekürt. Im Rahmen des Projektes entsteht ein zweisprachiges Handbuch. Projektträger ist das Christlich-Soziale Bildungswerk Sachsen e.V. (CSB) in Kooperation mit dem tschechischen Verein Venkovský prostor o.p.s.
Für Fragen steht Projektkoordinatorin Dipl.-Ing. (FH) Stefanie Melzer unter Telefon 03733 678966 oder per E-Mail (stefanie.melzer@csb-miltitz.de) zur Verfügung. (Bildquelle: CSB)
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