29.11.2001
Fahndung über Grenzen hinweg geprobt
(DTPA/MT) DRESDEN: Die erste grenzüberschreitende Fahndungsgroßübung an der deutsch-polnischen-tschechischen Grenze ist erfolgreich beendet. Unter der Bezeichnung "Dreiklang" fand vom 27. - 28. November 2001 unter Beteiligung von 650 Einsatzkräften eine gemeinsame grenzüberschreitende Großübung der tschechischen, polnischen und sächsischen Polizei sowie des Bundesgrenzschutzes statt.
Neben dem Einsatz starker Polizeikräfte galt es im Rahmen dieser Großübung besonders die Zusammenarbeit der Führungsstäbe in den drei Ländern zu erproben. Bewährt hat sich der Einsatz sprachkundiger Polizeibeamter sowie der Austausch von Verbindungsbeamten zwischen den Stäben der Landespolizei Sachsen, des Bundesgrenzschutzes, der tschechischen Republik und der Republik Polen. Besonders für die Führungsstäbe war diese Übung aufgrund ihrer Erstmaligkeit und der internationalen Bezüge eine Herausforderung.
Grundlage der Übung ist ein 7-Punkte-Programm zwischen dem Innenminister des Freistaates Sachsen, Klaus Hardraht, und dem Innenminister der Tschechischen Republik, Stanislav Gross, das auf polizeilicher Ebene zwischen dem Landeskriminalamt Sachsen und der Woiwodschaftkommandantur Wroclaw sowie dem Landespolizeipräsidium Prag zur Erarbeitung der Übung "Dreiklang" geführt hat.
Neben den bereits bestehenden gesetzlichen Vertragswerken (Europäische Übereinkommen über die Rechtshilfe in Strafsachen) galt es auch auf der Grundlage der anstehenden Zusatzverträge zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Tschechischen Republik bzw. der Republik Polen die Übung auszurichten. Die darin detailliert enthaltenen Regelungen (Übermittlung von Informationen, rechtzeitige Unterrichtung über bevorstehende Ereignisse, Intensivierung der gegenseitigen Kommunikation, Koordination polizeilicher Einsätze, Zusammenarbeit im Bereich der Kriminalitätsbekämpfung u.a.) galt es praxis- und vor allem zeitnah in der Übung umzusetzen.
Im Kernbereich der Übung ging es um den Ausbau der Zusammenarbeit bei der Bekämpfung der internationalen, grenzüberschreitenden Kriminalität im Vorfeld des EU-Beitrittes der Tschechischen Republik und der Republik Polen; dies stellt eine unentbehrliche Voraussetzung für die Gewährleistung der Inneren Sicherheit der Staaten Europas dar.

Copyright © 2001 by KabelJournal GmbH Beierfeld. Alle Rechte vorbehalten.
Eine Haftung für die Richtigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden!