04.10.2010
"Mikroregion Zentrales Erzgebirge” zieht Bilanz
(DTPA/SiB) BOZI DAR (GOTTESGAB): Bürgermeister der Städte und Gemeinden "Mikroregion Zentrales Erzgebirge” werteten in Bozi Dar zusammen ein weiteres Jahr ihrer Zusammenarbeit aus. Nach erfolgreichen Abschlüssen mehrerer Maßnahmen sind nun auch die Städte Johanngeorgenstadt und Annaberg-Buchholz auf sächsischer Seite sowie die Stadt Ostrov aus Tschechien der Mikroregion beigetreten.
Alle anwesenden Bürgermeister stellten beendete Maßnahmen vor und informierten über künftige Vorhaben. Für die Verwirklichung vieler Entwicklungspläne waren in erster Linie hochwertige Verkehrsanbindungen zu schaffen. Diese stellten den ersten Schwerpunkt des Projektes Ziel 3 dar - ein von der europäischen Union unterstütztes Projekt für die grenzübergreifende Zusammenarbeit. Die Maßnahmen der ersten Etappe wurden von allen Partnern 2009 begonnen und durchgeführt. Doch man hat noch Größeres vor.
Jan Horník, Bürgermeister Bozi Dar: "Die wichtigsten Vorhaben ist, dass wir zwischen den Grenzgemeinden, die im zentralen Erzgebirge leben, die Punkte an den Grenzen verbinden. All die Wege, all die Beschilderungen und alles das, was die Leute in Sachsen und in der Tschechien zusammenbringt.”
Unter Anderem wurden in Breitenbrunn schon viele Maßnahmen durchgeführt. Es wurden Beschilderungen am Klughäuser- und Steinweg angebracht, eine gemütliche Sitzgruppe am Wanderstützpunkt Antonshöhe errichtet sowie grenzüberschreitende Wanderübergänge geschaffen.
Ralf Fischer, Bürgermeister Breitenbrunn: "Wir haben sämtliche Grenzübergange erneuert, so dass sie im Grunde genommen barrierefrei sind. Wir haben ein grenzüberschreitendes, großes Loipen- und Wandernetz. Aus Breitenbrunner Sicht haben wir, um auch das tschechische Gebiet mitzubedienen, insgesamt 90km Spuren in kommenden Winter. Vergangenes Jahr waren wir da schon sehr erfolgreich. Das war ein El Dorado zwischen Rabenberg, Keilberg und Fichtelberg für alle Sport- und Freizeitsuchenden.”
Alle Partner verbinden die gleichen Gedanken beim Thema Bildung.
Jan Horník: "Die gemeinsame Bildung von den Kindern ist sehr wichtig. Wenn man daran denkt, dass in Oberwiesenthal ein gemeinsamer dt. -tsch. Kindergarten ist, die Kinder bewältigen sehr gut die deutsche Sprache. Dann ist es natürlich schon sehr gut, dass sie zu der Grundschule auch nach Deutschland gehen können. Umgekehrt funktioniert das meistens nicht, die tschechische Sprache ist auch ein wenig schwieriger.”
Somit werden die Kinder nicht nur in den Gemeinden integriert, sondern können auch an verschiedenen Freizeitaktivitäten wie beispielsweise Fußball teilnehmen. Die Grundschule Bärenstein besuchen schon fünf tschechische Kinder. Der Weg bis zur ihrer nächsten Schule in Tschechien ist doppelt so lang wie nach Bärenstein.
Monatlich treffen sich die Bürgermeister um das gemeinsame Vorhaben zu besprechen. Ab nun wird das zweite Projekt "Einrichtung und Infrastruktur des Fremdenverkehrs in der Region Zentrales Erzgebirge” vorbereitet. Ziel ist dabei, die Komplettierung eines deutsch. tschechischen Netzes der Rad- und Wanderwegen, sowie ein verbundenes Netz der Skiloipen.
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