23.09.2010
Minister lobt grenzüberschreitende Projekte
(DTPA/MT) DRESDEN: Sachsens Umweltminister Frank Kupfer hat die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen Sachsen und Tschechien auf dem Gebiet des Umweltschutzes gewürdigt: "Gerade die jüngsten Ereignisse beim Hochwasser haben gezeigt, dass der Klimaschutz, die Anpassung an den Klimawandel, die Ressourcen- und Energieeffizienz, die Biodiversität und die Risikovorsorge bei Naturkatastrophen keine Aufgaben im abgegrenzten regionalen Rahmen sind. Die Zusammenarbeit über Länder- und Staatsgrenzen hinweg ist nötig und richtig", so der Minister.
Bei einer Veranstaltung in Bad Schandau wurden am 22. September mehrere von der EU im Rahmen des "Ziel-3-Programms" geförderte Umweltprojekte vorgestellt. Dazu gehören ein grenzüberschreitendes Umweltbildungsprojekt unter der Leitung der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt. Gemeinsam mit tschechischen Projektpartnern werden Exkursionen, Vorträge, Ausstellungen, Ferienlager, Schulpartnerschaften sowie Workshops für Lehrer organisiert. Ziel ist es, das Umweltbewusstsein in der Region entlang der Grenze, in der sächsisch-böhmischen Schweiz und in der Lausitz zu verbessern.
Ein weiteres Beispiel ist die Zusammenarbeit bei der Bekämpfung sogenannter Neophyten, also eingeschleppter, gebietsfremder Pflanzenarten, die die einheimische Vegetation bedrohen. In dem Projekt werden Verdrängungsmaßnahmen und deren wissenschaftliche Begleitung entlang der Neiße grenzüberschreitend koordiniert.
Insgesamt stehen für das "Ziel-3-Programm" in der laufenden Förderperiode (2007 -2013) 195 Millionen Euro EU-Mittel zur Verfügung, davon 36 Millionen Euro für Projekte aus dem Umweltbereich.

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