05.11.2001
BN: Bahngüterverkehr muss Vorrang haben
(DTPA/DH) MÜNCHEN/WUNSIEDEL: Der Bund Naturschutz (BN) in Bayern hat am Ende letzter Woche mit Nachdruck gefordert, in Hochfranken das Gleisnetz auszubauen, um mehr Güter von der Straße auf die Schiene zu bekommen. Nach einem gemeinsamen Pressegespräch in München mit Vertretern der Bürgerinitiative gegen die Fichtelgebirgsautobahn erklärte der BN-Landesbeauftragte Professor Dr. Hubert Weiger gegenüber der „Frankenpost“, es sei vorrangige Aufgabe der Bayerischen Staatsregierung wie der Bundesregierung, dafür zu sorgen, "dass die Schiene nicht auf der Strecke bleibt". Was möglich sei, wenn der Staat finanziell eingreife, sei am Beispiel der Güterverladung Dresden-Prag zu sehen. Dort seien schon 40 Prozent des Frachtverkehrs auf die Schiene gebracht. Weiger verlangte, die Bahnverbindung Nürnberg-Marktredwitz-Hof zweigleisig voll zu elektrifizieren; dann bestünden zum Beispiel von Marktredwitz aus im Güterverkehr nach Tschechien, wo die Strecke Cheb (Eger)-Prag bereits elektrifiziert sei, ganz andere Möglichkeiten. Eine Studie im Auftrag des bayerischen Wirtschaftsministeriums habe gezeigt: "Die Lkw-Flut zwischen Tschechien und Bayern könnte eingedämmt werden, wenn Bahn und Politik an einem Strang zögen. 60 Prozent von 20 Millionen Tonnen Gütern, die 1998 über die Grenze transportiert wurden, entfielen auf den Transitverkehr. Es gilt daher, den kombinierten Verkehr Straße-Schiene mit aller Macht voranzutreiben."

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