03.11.2001
Gästezahlen in Karlovy Vary gehen zurück
(DTPA/DH) KARLOVY VARY: Seit Ausbruch des Krieges in Afghanistan verzeichnen im böhmischen Karlovy Vary (Karlsbad) viele Hoteliers und Kurhaus-Verwalter sinkende Gästezahlen.
Mehrere bereits angemeldete Kurgäste zogen ihre Buchungen kurzfristig zurück. "Wir verzeichnen auch ein rückläufiges Interesse an der Fluglinie Karlsbad-Moskau"', sagte der Chef der Tschechischen Fluglinien CSA, Daniel Plovajko der Hofer "Frankenpost".
Die Mitarbeiter des Karlsbader Info-Zentrums befürchten, dass die Zahl der Kurgäste noch weiter zurückgeht. Bereits im Jahr 1998, bei Ausbruch des Krieges in Jugoslawien, sei die Zahl der Heilbad-Gäste um mehr als zwölf Prozent gesunken. Sie hätten schon jetzt festgestellt, dass die Zahl der Länder, aus denen die meisten Kurgäste nach Karlsbad kommen, von 74 auf 63 gesunken ist, berichtet das Blatt weiter.
Auch die Karlsbader Reisebüros verzeichnen wesentlich niedrigere Buchungszahlen als zuvor. Derzeit verspüren offenbar auch die Einwohner von Karlsbad wenig Lust, ins Ausland zu reisen. Wie die Mitarbeiterin einer Reise-Agentur verriet, ging die Zahl der Auslandsbuchungen um ein volles Drittel zurück.
Der Sicherheitsrat des Karlsbader Bezirkes hat unterdessen eine stärkere Bewachung des Karlsbader Flughafens in Espentor angeordnet.

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