17.03.2010
Deutsch-tschechisches Projekt "Sauberes Wasser"
(DTPA/MT) PIRNA: Die Landestalsperrenverwaltung des Freistaates Sachsen (LTV) ist Partner bei einem EU-geförderten deutsch-tschechischen Projekt. Es soll helfen, die organischen Belastungen in Trinkwassertalsperren zu minimieren. Am 16. März fand dazu im tschechischen Litvínov der Auftaktworkshop statt. Das grenzüberschreitende Projekt läuft seit Januar dieses Jahres. Bis 2013 wollen die LTV und ihre vier Partner aus Tschechien Maßnahmen untersuchen, mit denen so genannte Huminstoffe im Talsperrenwasser verringert werden können. Als Untersuchungsstandorte haben sie die Trinkwassertalsperren Rauschenbach und Fláje im Flussgebiet der Flöha ausgewählt.
Besonders im Erzgebirge erschweren die steigenden Huminstoffeinträge in die Talsperren die Trinkwasseraufbereitung. Die Einträge sind zwar nicht gesundheitlich bedenklich, färben das Wasser aber braun. Sie können zu Qualitätsproblemen führen und müssen in Wasserwerken aufwändig entfernt werden.
In Rauschenbach und Fláje untersuchen Experten der Biologie, Hydrologie, Hydrogeologie und Forstwirtschaft nun Lösungsansätze für das Problem. Ein besonderer Aspekt ist dabei die Berücksichtigung der Hochmoore im Kammgebiet des Erzgebirges. Ein Teil der Huminstoffe wird zwar von hier aus in die Talsperren eingetragen. Dennoch sollen Eingriffe in diese naturschutzfachlich wertvollen Standorte vermieden werden.
Die Talsperre Rauschenbach ist ein überregionaler Speicher, der Wasser für die Trinkwasserversorgung der Regionen Dresden, Freiberg und Chemnitz liefert. Die Talsperre Fláje sichert maßgeblich die Versorgung im Bezirk Ústí nad Labem.
Das Projekt wird im Rahmen des EU-Programms Ziel 3/Cíl 3 gefördert.

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