10.03.2010
"Böhmische Luft" soll Westerwelle beschäftigen
(MT) USTI NAD LABEM/DEUTSCHNEUDORF: Der FDP-Bundestagsabgeordnete Heinz-Peter Haustein (r.) war am 9. März zu Besuch bei der Präsidentin der Region Usti nad Labem Jana Vaňhová, um unter anderem über die Geruchsbelästigungen durch das Litvinover Unternehmen Chemopetrol in der erzgebirgischen Grenzregion zu diskutieren. Beide Seiten waren sich darüber einigen, dass möglichst schnell eine Lösung herbeigeführt werden muss, damit die Luft noch sauberer wird. Schließlich würden sich auch Bürger aus Tschechien regelmäßig über den Gestank und daraus resultierende Gesundheitsprobleme beschweren.
"Wir haben auch große Probleme mit diesem Unternehmen", räumte der Stellvertreter der Regionspräsidentin Arno Fišera ein. Demnach soll es bei einer Havarie zu enormen Verunreinigungen in Gewässern gekommen sein. Das Unternehmen befindet sich in polnischen Händen. "Leider bekommen wir die Polen nicht an einen Tisch", so Arno Fišera. Er riet Heinz-Peter Haustein, dieses Thema auf die Ebene der Außenminister zu heben. Der Deutschneudorfer sicherte zu, Guido Westerwelle umgehend zu informieren und ihn zu bitten, sich in dieser Sache mit dem tschechischen Außenministerium in Verbindung zu setzen.
Ein weiteres Thema bildete der geplante Windpark in Moldova auf tschechischer Seite. Das Gespräch ergab, dass auch die Region Usti Bedenken gegen dieses Vorhaben hat. Allerdings seien die Möglichkeiten der Regionsverwaltung sehr beschränkt. Arno Fišera riet Heinz-Peter Haustein, sich mit Bundesumweltminister Norbert Röttgen in Verbindung zu setzen. Erfolge könnten nur auf Ministerebene erlangt werden. Haustein versicherte, dass in Prag binnen kürzester Zeit ein entsprechendes Schreiben auf dem Schreibtisch liegen würde. (Bildquelle: Büro Haustein)
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