26.10.2001
FPÖ rückt von Veto-Drohung ab
(DTPA/AKr) WIEN: Ein Treffen der vier im österreichischen Parlament vertretenen Parteien über Temelin ist am Donnerstag in Wien ohne greifbares Ergebnis geblieben. Die Vertreter von Volkspartei, Freiheitlichen, Sozialdemokraten und Grünen einigten sich lediglich darauf, dass bis zum nächsten Treffen am 12. November ein Bericht ausgearbeitet werde, in dem der Verhandlungsstand mit Tschechien über das umstrittene Kernkraftwerk Temelin festgehalten werde. Außerdem solle aufgezeigt werden, welche offenen Sicherheitsfragen es gebe, sagte Umweltminister Wilhelm Molterer nach dem Treffen.
Karl Schweitzer, Generalsekretär der mitregierenden Freiheitlichen Partei Österreichs (FPÖ) stellte klar, dass es keine Veto-Drohung gegen Tschechien gebe, dem Land wegen des Kernkraftwerks die Aufnahme in die EU zu verweigern. Das von drei FPÖ-Landesorganisationen initiierte Volksbegehren "Veto gegen Temelin" stehe dazu nicht im Widerspruch. Es diene lediglich dazu, die Meinung der Bevölkerung zu erfragen. Man könne sagen, dass man damit "die Temperatur in der Bevölkerung misst", sagte Schweitzer. Die FPÖ stehe zur EU-Osterweiterung.

Copyright © 2001 by KabelJournal GmbH Beierfeld. Alle Rechte vorbehalten.
Eine Haftung für die Richtigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden!