23.10.2001
Bundesbank warnt vor übereilten Euro-Einführung
(DTPA/AKr) FRANKFURT: Die Deutsche Bundesbank hat in ihrem Monatsbericht appelliert, die Konvergenzkriterien der Währungsunion nicht zugunsten der EU-Beitrittsländer zu verwässern. Eine verfrühte Einführung des Euro sei für alle Beteiligten mit erheblichen Risiken verbunden. Gerade innerhalb einer Währungsunion gehe von regional verursachten Finanzmarktkrisen eine besonders große Ansteckungsgefahr aus, heißt es in dem Bericht am Montag veröffentlichten Bericht. "Die Konvergenzerfordernisse des Maastrichter Vertrages tragen gerade diesem Konfliktpotenzial Rechnung und stärken damit nicht nur den Zusammenhalt in der Währungsunion, sondern auch das Vertrauen der Anleger in die gemeinsame Währung".
Als Voraussetzung für den Beitritt in die Euro-Zone müssen die Beitrittsländer vier Konvergenzkriterien erfüllen, die sich auf die Inflationsrate, die langfristigen Zinssätze sowie das Haushaltsdefizit und den öffentlichen Schuldenstand im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt beziehen.

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