31.08.2000
Görlitz erinnert an böhmische Zeit der Stadt
(DTPA) GÖRLITZ: Unter dem Motto "Renaissance im Kulturraum" findet am Sonntag, 10. September, in Görlitz die zentrale Eröffnungsveranstaltung für Deutschland zum Tag des offenen Denkmals statt.
Bereits am Sonnabend, 9. September, gibt es ein Kulturprogramm, das um 18:00 Uhr mit einem kleinen mittelalterlichen Markt auf dem Platz zwischen Waidhaus und St. Peter und Paul beginnt. Dabei wird alte Handwerkskunst vorgeführt. Die musikalische Eröffnung beginnt um 20 Uhr in der Dreifaltigkeitskirche. Das Arkadia Ensemble aus Freiburg im Breisgau bringt Musik der Renaissance aus Deutschland, Italien und Frankreich. Wie es der Name des Ensembles sagt, ist es insbesondere arkadische Musik, in welcher die Sehnsucht nach einem harmonisch in die Natur eingebundenen Dasein ausgedrückt wird.
Um 22 Uhr spielt eine Görlitzer Spielschar am Südportal der Peterskirche die alte böhmische Dichtung "Der Ackermann und der Tod" von Johannes von Saaz. Sie ist das bedeutendste Werk des Frühhumanismus in Deutschland und setzt sich mit der Frage nach der Berechtigung des Todes in der Welt auseinander. Mit der Aufführung wird unter anderem an die Zugehörigkeit unserer Stadt zu Böhmen erinnert, eine Zeit in der Görlitz in voller Blüte stand. Der Eintritt ist frei.
Um 22.30 Uhr wird auf dem Nikolaifriedhof "Der Gottesacker blüht" aufgeführt. Die Uraufführung fand mit großem Erfolg im vergangenen Jahr anlässlich der Jakob-Böhme-Ehrung zu seinem 425. Geburtstag und 375. Todestag statt. Ausgangs- und Bezugspunkt der Performance für die das Theater Görlitz verantwortlich zeichnet, ist das Leben und Sterben von Jakob Böhme.
Weitere Veranstaltungshinweise enthält das Programmheft, das an vielen Stellen der Stadt und der Region ausliegt und das städtische Internet-Angebot http://www.goerlitz.de.

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