12.10.2001
Minderheitenpolitik kritisiert
(DTPA/AKr) BRÜSSEL. Der Minderheitenschutz in der Tschechische Republik reiche nicht aus. Zu diesem Ergebnis kommt ein Bericht des "Open Society Institutes", der am Mittwoch in Brüssel an den Chef des EU-Direktoriums für Erweiterung Eneko Landaburu übergeben wurde. Vor allem die Roma litten unter dem mangelnden Schutz des Staates.
Zwar existierten in Tschechien Gesetze gegen rassistische Diskriminierung am Arbeitsplatz, aber sie würden kaum umgesetzt. Im Schulwesen gebe es erst gar keine gesetzliche Vorsorge gegen Diskriminierung. So heißt es in dem Bericht laut der Wiener "Presse": "Das Erziehungswesen der Tschechischen Republik bleibt in alarmierender Weise den Roma gegenüber voreingenommen". Das schwerwiegendste Problem sei, dass Roma-Kinder quasi automatisch in Sonderschulen für körperlich und geistig Behinderte eingewiesen würden.

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