03.11.2009
A17: Fugenabdichtung im Tunnel dauert an
(DTPA/MT) DRESDEN: Autofahrer auf der A17 nahe Dresden müssen noch bis 15. November Geduld aufbringen, wenn sie die Tunnel Dölzschen und Coschütz in beiden Fahrtrichtungen nutzen. Da wegen der Baustelle auf der Überholspur im Coschützer Tunnel in Richtung Prag nur eine Spur zur Verfügung steht, wurde der Verkehr während des morgendlichen Berufsverkehrs in Blöcken abgefertigt. Dazu werden die Ampeln vor dem Tunnel immer mal wieder auf "Rot" geschaltet. Dies dient dazu, den Verkehr zu entzerren. Denn Ziel ist es, im Tunnel in keinem Fall Stillstand aufkommen zu lassen. Dann nämlich würde die Automatik das Ruder übernehmen, die Tunnel sperren und die Autofahrer bereits am Dreieck Dresden auf großräumige Umleitungen hinweisen. Für das Autobahnamt ist die handgesteuerte Blockabfertigung das "kleinere Übel".
Die Behörde verspricht indessen, dass damit jetzt wochentags von Montag bis Freitag Schluss ist. Für die noch anfallenden Rest- und Reinigungsarbeiten werden die verkehrsarmen Nächte genutzt. Die Baustelle auf der zweiten Überholspur im Dölzschener Tunnel in der Gegenrichtung bleibt dagegen auch tagsüber noch einige Tage bestehen. Allerdings stehen hier immer noch zwei Fahrspuren zur Verfügung. Lediglich an den beiden kommenden Wochenenden 7./8. und 14./15. November werden auch tagsüber noch Sperren erforderlich werden, um die Betriebstechnik zu überprüfen und die Baustelle abzunehmen.
Wie mehrmals berichtet, dringt durch die alle zehn Meter vorhandenen Trennfugen zwischen in den Betonröhren Wasser ein. Um es abzuhalten, wird mit einem speziellen Injektionsverfahren Harz eingespritzt. Entgegen der früheren Planung dauern die Arbeiten länger an. Es ist indessen nicht ausgeschlossen, dass diese Arbeiten in wenigen Jahren zum Teil wiederholt oder an anderen Stellen der insgesamt 660 Fugen vorgenommen werden müssen. Der Tunnel ist zwar bereits sechs Jahre alt, doch das Grundwasser hat sich immer noch nicht wieder auf den Stand vor dem Tunnelbau eingespielt. Nach den jüngsten Verpressarbeiten wird es sich neue Wege suchen. Für Hydrogeologen ist dies nicht weiter verwunderlich.Sie rechnen damit, dass erst 2015 bis 2020 wieder "natürliche" Grundwasserverhältnisse um die Tunnelröhren herrschen.

Copyright © 2009 by KabelJournal GmbH Beierfeld. Alle Rechte vorbehalten.
Eine Haftung für die Richtigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden!