06.10.2009
Hallo Nachbar! - Ziel3-Projekt gestartet
(DTPA/JE) EBMATH/HRANICE: "Hallo Nachbar!" ist seit neustem nicht mehr nur eine freundliche Grußformel, sondern auch das Motto des Großbauprojekts an der deutsch/tschechischen Grenze im vogtländischen Ebmath. Seit dem 5. Oktober laufen am Grenzübergang Ebmath – Hranice die Arbeiten zum Ziel3-Projekt "Ausbau der Straßenverbindung Adorf – Ǎs".
Doch keine Sorge – nicht etwa die Minister der beiden Regionen versuchen sich dabei als Bauarbeiter, das Hämmern zur Eröffnung war nur symbolisch (Bild)– die echten Arbeiten überlassen die dann doch lieber den Profis.
Dr. Tasilo Lenk, Landrat Vogtlandkreis: "Das ist eine ganz neue Zeit. Vor 20 Jahren war es noch gar nicht möglich, hier auf dieser Wiese zu stehen. Wir verbinden jetzt Bayern über die Tschechische Republik - und da gehört diese Straße ganz wichtigerweise dazu - mit Sachsen. In diesem neuen Vierländerraum ist eine Verkehrsinfrastruktur ganz entscheidend für die Zukunft. Wir haben uns das nie erträumen lassen und nun kann die Straße gebaut werden. Die Umgehung hier um diese kleine Ortslage ist zum einen verkehrspolitisch, wirtschafts- aber auch arbeitsmarktpolitisch wichtig für die nächsten 20 Jahre."
Die Arbeiten laufen im Wesentlichen unter der Leitung des Straßenbauamtes Plauen und der Straßenverwaltung- und Instandhaltung des tschechischen Bezirks Karlovy Vary. Insgesamt sollen drei Vorhaben realisiert werden.
Auf tschechischer Seite soll die Stadt Hranice eine Ortsumgehung erhalten, die bis zum Grenzübergang ausgebaut wird. Auf der sächsischen Seite entsteht die Ortsumgehung Freiberg. Außerdem wird ein Straßenabschnitt nördlich von Ebmath ausgebaut und auch der Grenzübergang Ebmath – Hranice wird den neuen Verkehrsbedingungen angepasst. Knapp 16 Millionen Euro wird das Mammutprojekt kosten. 85 Prozent davon trägt die EU. In vier Jahren sollen die Bauvorhaben abgeschlossen sein. Unsere tschechischen Nachbarn haben bereits mit dem Bau begonnen. Und damit das Motto "Hallo Nachbar!" zumindest schon mal nicht an einer Bauverzögerung scheitert, soll es Ende Oktober auch auf deutscher Seite losgehen.
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