24.09.2009
Polizeibeamte gemeinsam auf der Schulbank
(DTPA/MT) SCHÖNECK: Deutsche und tschechische Polizisten trafen sich am 22. und 23. September in Schöneck/Vogtland, um sich in Vorbereitung auf weitere gemeinsame Verkehrskontrollen im Grenzbereich über die rechtlichen Bestimmungen beider Länder zu informieren. Die Fortbildung war Bestandteil eines gemeinsamen Projektes der PD Chemnitz-Erzgebirge mit der Bezirksdirektion des Nordböhmischen Kreises Usti nad Labem im Rahmen des Europäischen Förderprogramms Ziel 3.
Für die jeweils 20 Polizistinnen und Polizisten der Verkehrspolizeiinspektion der PD Chemnitz-Erzgebirge und der tschechischen Partnerdienststellen in Chomutov und Most standen Vorträge zu rechtlichen Bestimmungen beider Länder bei Kontrollen im Güter- und Personenverkehr und natürlich auch der Austausch zur praktischen Umsetzung auf dem Programm. Weitere Themen waren Fälschungsmerkmale bei Ausweisen und Dokumenten sowie die Ladungssicherung. Auch die Referenten kamen aus den Partnerdienststellen, unterstützt von Spezialisten der Bundespolizei.
Die Teilnehmer kannten sich teilweise schon von vorangegangenen Kontrollen auf den Territorien beider Länder. Monatlich werden jeweils mindestens zwei Kontrollen auf jeder Seite der Grenze durchgeführt. Diese Kontakte wurden während der beiden Tage weiter vertieft. Bei noch vorhandenen sprachlichen Hindernissen halfen drei Dolmetscher der teilnehmenden Dienststellen.
Zwei der Chemnitzer Verkehrspolizisten haben vor kurzem einen Tschechisch-Intensivlehrgang an der Polizeischule in Prag absolviert. Weitere Beamte sollen folgen und so ist denkbar, dass zukünftige Kontrollen auch ohne Sprachmittler auskommen werden.
Sowohl "Schüler" als auch Referenten waren begeistert von dieser Art der grenzüberschreitenden Fortbildung, konnten doch besonders Fragen der Praxis sofort unter den Fachleuten geklärt werden.
Gemeinsame Kontrollen, Schulungen und die Sprachausbildung sind keine Meilensteine auf dem Weg der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit. Aber sie sind Mosaiksteine, die die Beziehungen immer enger werden lassen und das gegenseitige Verständnis weiter vertiefen. Ziel in diesem von der EU geförderten Projekt ist dabei die Erhöhung der Verkehrssicherheit beiderseits der Grenze.

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