05.10.2001
Volksbegehren gegen Temelin
(DTPA/AKr) WIEN. Mit der Übergabe von über 16.000 Unterschriften in der zuständigen Abteilung des Innenministeriums hat am Freitag die Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ) den Startschuss für das Volksbegehren "Veto gegen Temelin" gegeben. Die Regierung solle erst dann einem EU-Beitritt Tschechiens zustimmen, wenn das Kernkraftwerk Temelin stillgelegt ist, fordern die Initiatoren. Kein Verständnis ernten die Rechtspopulisten bei Bundeskanzler Wolfgang Schüssel. Das Volksbegehren sei völlig kontraproduktiv und schüre unnötige Emotionen, erklärte Schüssel, der eine Koalition seiner Österreichischen Volkspartei mit der FPÖ anführt.
Das von den FPÖ-Landesparteien Wien, Niederösterreich und Oberösterreich angestrebte Volksbegehren wäre das erste, das die Verhinderung eines Projektes im Ausland zum Ziel hat. Bislang stimmten die Österreicher bereits in 26 Fällen ab.

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