25.08.2000
Tillich: Handwerk braucht Kompetenzzentren
(DTPA) PULSNITZ: Das Handwerk braucht nach Auffassung von Stanislaw Tillich, dem Sächsischen Staatsminister für Bundes- und Europaangelegenheiten, zur Vorbereitung auf die erweiterte Europäische Union Kompetenzzentren, in denen sie zum Beispiel Beratungshilfen für Geschäftskooperationen über die Landesgrenzen hinaus erhalten können. Diesen Vorschlag machte gestern Staatsminister Tillich bei einer Zusammenkunft mit sächsischen Obermeistern aus den Grenzinnungen des Fachverbandes Sanitär, Heizung und Klima in Pulsnitz: "Die sächsischen Handwerksbetriebe, insbesondere die in den Grenzregionen, müssen sich schon jetzt auf die EU-Osterweiterung einstellen. Sie benötigen umfangreiche Informationen über die sächsischen Nachbarländer, angefangen von technischen Normen über Aufenthaltsbedingungen, Anerkennung von Bildungsabschlüssen bis hin zu rechtlichen Auskünften", sagte Staatsminister Tillich wörtlich. Nach seiner Auffassung müssen die jetzt schon vorhandenen Informationsmöglichkeiten bei den IHK-Zentren oder den Arbeitsämtern in zwei bis drei sog. Kompetenzzentren zusammengeführt werden. Damit sollen die
Handwerker die Möglichkeit haben, sich an einen kompetenten Ansprechpartner wenden zu können.
Der Staatsminister forderte die Obermeister auf, sich verstärkt um eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit zu bemühen. "Man kann davon ausgehen, dass die neuen EU-Mitgliedsstaaten Höchstfördergebiete der EU werden. Durch die grenzüberschreitende Zusammenarbeit können dann auch sächsische Handwerker und Betriebe von dieser Förderung profitieren", betonte der Staatsminister.

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