18.08.2000
Eisenbahnverbindung Görlitz - Berlin erhalten
(DTPA) DRESDEN: Sachsens Staatsminister für Bundes- und Europaangelegenheiten Stanislaw Tillich hat heute seine Verwunderung über Pläne zur Einstellung der Eisenbahnfernverbindung Görlitz - Berlin geäußert. "Gerade die Eisenbahnverbindung Görlitz - Berlin ist nicht nur für die Entwicklung des ostsächsischen Raumes, sondern auch für unsere polnischen und tschechischen Nachbarn von herausragender Bedeutung", sagte Tillich. Der Staatsminister verwies in diesem Zusammenhang auf die gemeinsame touristische Vermarktungsinitiative des Iser-, Riesen- und Zittauer Gebirges. Für diese gemeinsame grenzüberschreitende Initiative wäre die geplante Abkopplung von Görlitz wie ein Schlag ins Gesicht.
"Görlitz braucht eine direkte und attraktive Verbindung in die Hauptstadt Berlin. Es darf nicht zugelassen werden, dass die Bahn alle Fernverkehrsstrecken komplett in von den Ländern zu bestellende Nahverkehrsstrecken umwandelt", betonte der Minister. Im übrigen dürfe man sich nicht wundern, dass immer weniger Menschen die Bahn nutzten, wenn deren Attraktivität, insbesondere bei den Fahrzeiten, immer mehr nachlasse. "Die Bahn, die sich selbst als das Unternehmen der Zukunft bezeichnet, sollte auch in die Zukunft der Lausitz investieren", forderte Tillich.

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