28.05.2009
Übung von sächsischer und tschechischer Polizei
(DTPA/MT) KLINGENTHAL/SOKOLOV: Polizeibeamte aus Südwestsachsen sowie Sokolov haben am 27. Mai eine gemeinsame Übung durch.Die Polizisten verfolgen dabei Straftäter auf frischer Tat über die Grenze hinweg.
Zuerst handelten die tschechischen Kollegen. Im angenommenen Fall hatte ein Raubüberfall auf eine Tankstelle in Sokolov stattgefunden. Der Täter flüchtete mit einem Pkw in Richtung Kraslice, wobei er in Oloví eine Straßensperre durchbrach und anschließend durch eine tschechische Funkstreife verfolgt wurde. Diese setzte die Verfolgung auch nach dem Überqueren der Grenze in Klingenthal Richtung Zwota fort und konnte den Räuber auf dem Parkplatz eines Einkaufszentrums stellen. Dort übernahmen die hinzu gerufenen sächsischen Beamten den Täter.
Im zweiten Szenario bemerkte ein Anwohner zwei Einbrecher in der Klingenthaler Lessingstraße. Er informierte die Polizei, die sofort eine Streife einsetzte. Die sächsischen Beamten trafen die beiden Täter an, die zu Fuß über den Grenzübergang nach Bublava flüchteten. Unterstützt durch einen Fährtenhund nahmen die Polizisten die Verfolgung auf und konnten beide in der Nähe des Bublavaer Sportplatzes stellen. Dort wurden die Täter durch zwei Funkstreifen der Ordnungsdienststelle Kraslice übernommen.
Vorrangiges Ziel dieser Übung war das gemeinsame praktische Üben solcher Sachverhalte unter besonderer Beachtung der grenzüberschreitenden polizeilichen Kommunikation. Um einen schnellen und verständlichen Informationsfluss bzgl. des konkreten Falles zu gewährleisten, wurden standardisierte zweisprachige Formulare genutzt. Dies ermöglichte ein schnelles Reagieren auf der jeweils anderen Seite der Grenze. Außerdem wurde zwischen den sächsischen und tschechischen Lagenzentren eine Telefonkonferenz durchgeführt, in der das "gemeinsame Zentrum der deutsch-tschechischen Polizei- und Zusammenarbeit" in Petrovice die Dolmetscherleistungen sicherstellte.
Die Polizeidirektion Südwestsachsen resümiert: "Die gemachten Erfahrungen zeigten, dass die Zusammenarbeit von sächsischer und tschechischer Polizei gut funktionierte. Um ein reibungsloses gemeinsames Vorgehen zu gewährleisten, wird dies aber nicht die letzte Übung dieser Art gewesen sein."

Bild: Übergabe der gestellten Täter an die tschechische Polizei (Quelle: PD Südwestsachsen)
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