23.03.2009
Euregio Egrensis: Jahrespressekonferenz
(DTPA/PF) HIMMELKRON: Mit sichtlicher Freude moderierte Simon Wittmann, der Gesamtpräsident der Euregio Egrensis, die gemeinsame Jahrespressekonferenz 2009 in Himmelkron. Die drei Arbeitsgemeinschaften in Bayern, Böhmen und Sachsen/Thüringen arbeiten auf einer freundschaftlichen Basis erfolgreich zusammen und strotzen vor Selbstbewusstsein.
František Čurka berichtete von viel versprechenden Projekten in der Fremdenverkehrs- und Tourismuswerbung, die unter böhmischer Federführung für die Gesamtregion vorangetrieben werden. Für die sächsisch/thüringische Arbeitsgemeinschaft präsentierte Präsident Dr. Tassilo Lenk neben vielen Einzelprojekten die erfolgreiche Aneignung und Anpassung der von der bayerischen Arbeitsgemeinschaft ins Leben gerufenen Sprachoffensive zum Erlernen der tschechischen Sprache.
Um so leichter fiel es danach Dr. Birgit Seelbinder, die nach Wittmanns Worten als Präsidentin der bayerischen Euregio unterdessen Kultstatus genießt, mit einiger Sorge darauf hinzuweisen, dass die Erfolgsgeschichte der Sprachoffensive in "München" nach der Kommunalwahl nicht mehr so stark gewürdigt werde wie vorher. Der politische Rückenwind sei zum Beispiel bei der Erstellung von Lehrmitteln für das neue Wahlfach Tschechisch unbedingt notwendig.
Höhepunkt der gut besuchten Pressekonferenz war aber das große Lob, das Dirk Ahner, der Generaldirektor für EE-Regionalpolitik, für die geleistete deutsch-tschechische Zusammenarbeit, anschließend zum Ausdruck brachte. Projekte wie die Gartenschau Marktredwitz – Cheb hätten überregionale Bekanntheit errungen.
Mit Blick auf die Zukunft steht für den Spitzenbeamten fest, dass die territoriale Zusammenarbeit zwischen Regionen und Städten weiter ausgebaut werden müsse. 80 % des zur Verfügung stehenden EU-Geldes sollte dabei in arme Regionen fließen. Ahner betont: "Nur so können wir gewährleisten, dass Europa nach dem wirtschaftlichen Abschwung schnell wieder auf die Beine kommt und gestärkt aus der Krise hervorgeht." Als Beispiele nannte Ahner Herausforderungen im Bereich der nachhaltigen Energieversorgung, des Klimawandels und der sozialen Polarisierung.

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