10.09.2001
Diskussion über jüdische Gemeinden
(DTPA/FM) BERLIN: Eine Diskussion unter dem Motto "Die jüdischen Gemeinden in Prag und Bratislava" gibt es heute um 19 Uhr in der Botschaft der Tschechischen Republik, Wilhelmstr. 44, 10117 Berlin. Dr. Milos Pojar, Direktor des Kultur- und Bildungszentrums der Jüdischen Gemeinde Prag und Prof. Pavol Mestan, Direktor des Jüdischen Museums Bratislava sind die prominenten Gäste des Abends.
Die Prager Jüdische Gemeinde ist weit über die Grenzen Europas hinaus bekannt. Die Überreste des ehemaligen Ghettos zählen heute zu den wertvollsten jüdischen Denkmälern in Europa. Die Gemeinde in Bratislava ist dagegen so gut wie unbekannt. Dabei war Bratislava - etwa zu Lebzeiten des Rabbis Chatam Sofer - ein bekanntes Zentrum des jüdischen Lebens.
Obwohl die Mitgliederzahlen beider Gemeinden durch den Holocaust und anschließende Emigrationswellen nach Ende des Zweiten Weltkrieges sehr stark zurückgingen und das jüdische Leben über Jahre hinweg Beschränkungen unterlag, geben die letzten Jahre mit der Demokratisierung der Gesellschaft und dem Zugewinn neuer Mitglieder Anlass zu neuer Hoffnung. Den Abend moderiert Peter Ambros, Historiker, Publizist und Übersetzer aus Prag. Der Eintritt ist frei. Die Teilnahme sollte unter 030/226 38 150 bestätigt werden.
Das Tschechische Zentrum an sich ist Anfang September in einen belebteren Teil der Hauptstadt umgezogen. Es befindet sich jetzt in die Friedrichstraße 206 direkt am ehemaligen Checkpoint Charlie als "CzechPoint". Da die Räume nicht sehr groß sind, wird das Zentrum noch mehr als bisher kooperieren und Programme außerhalb des eigenen Hauses veranstalten. Informationen unter www.czech-berlin.de.

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