12.08.2000
Stiftung soll Zeichen setzen
(DTPA) BERLIN: Heute tritt das Gesetz zur Errichtung der Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft" in Kraft. Mit der Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft" wollen deutsche Unternehmen und die Bundesrepublik Deutschland ein Zeichen ihrer historischen und moralischen Verantwortung für die Geschehnisse der NS-Zeit setzen und die bisherigen Wiedergutmachungsregelungen durch eine humanitäre Hilfe ergänzen. Ziel der Stiftung ist es, ehemaligen Zwangsarbeitern und anderen NS-Opfern unbürokratisch und vor allem schnell Hilfe zu leisten.
Das Gesetz sieht vor, dass die Bearbeitung der Anträge und die Auszahlung der Gelder durch Partnerorganisationen in Polen, der Tschechischen Republik, Weißrussland, der Ukraine und Russland erfolgen. Als weitere Organisationen werden die Jewish Claims Conference (JCC) und die Internationale Organisation für Migration (IOM) für Opfer in allen übrigen Ländern zuständig sein.
Die Antragsfrist beginnt sofort und beträgt im Regelfall 8 Monate. Antragssteller müssen ihre Leistungsberechtigung durch Unterlagen nachweisen, wobei die zuständigen Partnerorganisationen bei der Suche nach Unterlagen behilflich sind.
Ein Teil der Stiftung soll Zukunftsaufgaben gewidmet sein, die die Erinnerung an den Holocaust und das weitere NS-Unrecht wach halten, und helfen sollen, durch Förderung von Information und Begegnung eine erneute Bedrohung durch totalitäre Systeme zu vermeiden.

Vorläufige Anschrift der Stiftung:
Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft"
Mauerstr. 39-40
10117 Berlin
Tel: +49-030-22310-0
Fax: +49-030-22310-260
e-Mail: post@barov.bund.de
Internet: http://www.barov.bund.de

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