30.12.2008
Deutsch-tschechische Pläne im alten Zollgebäude
(DTPA/SL/MT) OBERWIESENTHAL/BREITENBRUNN: Die Bürgermeister von Breitenbrunn, Oberwiesenthal, Bozi Dar, Jáchymov und Louèná wollen im wahrsten Sinne des Wortes gemeinsam neue Wege einschlagen. Ein Jahr nach Wegfall der Kontrollen an der deutsch-tschechischen Grenze hatten sie zu einer Pressekonferenz geladen – an einen Ort mit Symbolcharakter. Im ehemaligen tschechischen Abfertigungsgebäude am Grenzübergang Oberwiesenthal wurde verkündet, dass dieses Objekt perspektivisch eine deutsch-tschechische Infostelle werden könnte.
Breitenbrunns Bürgermeister Ralf Fischer (Bild) freut sich über das Miteinander: "Viele Dinge wachsen ohne unser Zutun. Wir als Kommune waren in unseren Pflichtleistungen gewissermaßen Vorreiter. Wir merken, manche Prozesse laufen an uns vorbei zum Positiven. Schulen finden zusammen. Vereine machen gemeinsame Festlichkeiten. Das Positive ist, aus diesen gemeinsamen Dingen erwachsen investikative Maßnahmen für uns."
Das europäische Projekt Ziel 3 bietet Chancen für die Grenzregion. Mit Fördermitteln sollen so zum Beispiel neue Straßen, Wege und Grenzübergänge gebaut und das Rettungswesen vernetzt werden.
Ein Jahr nach Wegfall der Grenzkontrollen hat sich die Furcht vor einem Anstieg der Kriminalität zumindest im Raum Oberwiesenthal/Breitenbrunn als unbegründet erwiesen.
Ralf Fischer: "Wir können resümieren, dass in Hinsicht grenzüberschreitender Kriminalität in keinster Weise ein Zuwachs zu verzeichnen ist. Im Gegenteil. Es hat sich alles halbwegs harmonisiert. Man merkt das auch, dass in der Bevölkerung immer mehr Zusammenarbeit gepflegt wird. Das ist das, was wir wollten. Dass das Zusammenwachsen in die Tat umgesetzt wird."
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