10.08.2000
Prager Quartett spielte Schwedeler-Stücke ein
(DTPA) BORCHEN: Raimund Schwedeler wird am 3. September 75 Jahre alt. Der Komponist wurde 1925 in Hamburg-Altona geboren und studierte während seiner Schulzeit dank eines Stipendiums der Stadt Hamburg Klavier und Kompositionslehre bei Walter Abendroth und Professor Gernot Klußmann.
Mit Liedern und Texten verschiedener Dichter, besonders von Hermann Hesse, wurde Schwedeler damals bekannt. Die Kritiker würdigten den großen Ernst der Kompositionen, die als Liederkreis op. 22 mit dem Titel "Allein" erschienen sind. Für das Hamburger Schauspielhaus und eine Wanderbühne schrieb er in dieser Zeit viele Theatermusiken. 1950 wurde er Mitarbeiter auf Schloss Hamborn. Neben vielseitiger pädagogischer Arbeit entstanden bis heute fünf Opern. Dazu gehören "Draußen vor der Tür" nach W. Borchert und die große, abendfüllende nach dem "Gilgamesch-Epos". Außerdem stammen von Schwedeler neun Sinfonien, vier Streichquartette sowie Chöre, Fest- und Schulmusiken. Es liegen weiterhin vor: Konzerte für Klavier, Violoncello und Orchester, dazu ein Requiem für Soli, Chor und Orchester, 4 Streichquartette, von denen das 2./3. und 4. Quartett vom Prager Suk-Quartett in Prag auf CD eingespielt wurden. Diese, wie das erste Quartett wurden an verschiedenen Städten und Orten im In- und Ausland aufgeführt. Am 25. Mai 2000 wurde in Erfurt die 6. Symphonie uraufgeführt. Sie ist in memoriam Wilhelm Furtwängler gewidmet und während der Zeit des "Mauerfalles" entstanden.
Näheres zu Raimund Schwedeler ist unter http://www.chmoellmann.de zu erfahren.

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