08.08.2000
Spezialbörse für Mittel- und Osteuropa vor Start
(DTPA) WIEN: Eine Spezialbörse für mittel- und osteuropäische Unternehmen will am 3. November starten. Newex ist ein Gemeinschaftsunternehmen von Deutscher Börse und Wiener Börse. Den Antrag auf Erteilung einer Börsenkonzession hat die Börse nach eigenen Angaben jetzt gestellt und damit einen weiteren Schritt zur Etablierung eines Qualitätsmarktes für Aktien aus Mittel- und Osteuropa getan. Die Newex-Vorstände Dr. Michael Radtke und Dr. Erich Obersteiner sagten dazu in Wien: "Die Handels- und Finanzierungsplattform Newex wird eine Bedarfslücke schließen: Der erhebliche Finanzierungsbedarf durch Neugründungen und Restrukturierungen von Unternehmen in Mittel- und Osteuropa kann nur durch den Zugang zu internationalem Kapital gedeckt werden. Den bietet Newex." Für die Marktteilnehmer schaffe Newex einen einfachen und kostengünstigen Zugang zu den interessantesten Unternehmen aus der Wachstumsregion Europas.
Nach Angaben von Newex soll der Handel mit rund zehn gelisteten Unternehmen in zwei Qualitätssegmenten beginnen. Darüber hinaus sollen über 100 weitere Gesellschaften im sonstigen Handel notiert werden. Sie werden vor allem aus Polen, Tschechien, Ungarn und Russland kommen.
Nach jetzigem Stand werden zum Markstart 20 Banken und Wertpapierhandelshäuser aus Deutschland, Österreich und Großbritannien an Newex handeln, die zusammen einen Großteil des derzeitigen Handelsvolumens in mittel- und osteuropäischen Werten ausmachen.
Kernpunkte des Konzessionsantrags, der dem österreichischen Bundesministerium für Finanzen jetzt vorliegt, sind der Geschäftsplan, die Allgemeinen Geschäftsbedingungen, die Beschreibung des Handel- und Abwicklungssystems sowie der Business Case des zukünftigen Börsenunternehmens Newex.
Die Börse wird nach österreichischem Recht errichtet.

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