14.10.2008
Erfolgreiche Arbeit des Polizeizentrums
(DTPA/MT) DRESDEN: "Mit der Einrichtung des Gemeinsamen Zentrums der deutsch-tschechischen Polizei und des Zolls in Petrovice/CR im Dezember 2007 wurde ein wichtiger Baustein unserer sächsischen Sicherheitsarchitektur gelegt", so Innenminister Albrecht Buttolo. Der Minister weiter: "Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Zentrums leisten einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit in der Grenzregion, deshalb gilt ihnen mein besonderer Dank."
In den ersten neun Monaten diesen Jahres haben die sächsischen und tschechischen Polizeibeamte in Petrovice bereits rund 4.300 Vorgänge bearbeitet. Diese reichen von Aufenthalts- und Wohnsitzermittlungen, Feststellungen zur Identität von Personen, Halterfeststellungen und Fahrerermittlungen, polizeiliche Befragungen und Vernehmungen sowie Auslieferungen von Straftätern und Verdächtigen in Strafsachen.
Jüngster Erfolg war die Festnahme eines tschechischen Straftäters in Leipzig.
Mitte September 2008 wurden die Beamten des Zentrums darüber informiert, dass die tschechische Polizei seit den frühen Morgenstunden nach einem mit einer Pistole bewaffneten Kosovaren, albanischer Nationalität, fahndeten. Dieser soll am gleichen Tag seine Lebensgefährtin mit einem Hammer misshandelt und schwer verletzt haben.
Nach der Tat brachte er die Geschädigte in ein tschechisches Krankenhaus und flüchtete. Der Tschechischen Polizei war bekannt, dass der Täter über Beziehungen in die Bundesrepublik Deutschland, speziell nach Leipzig verfügte. Die Flucht nach Deutschland war deshalb nicht ausgeschlossen.
In einer gemeinsamen Aktion der tschechischen und sächsischen Polizei sowie des Polizeizentrums konnte der Tatverdächtige bereits 30 Stunden nach Tat in Leipzig festgenommen werden.
Aufgrund der intensiven Zusammenarbeit der tschechischen und deutschen Polizeibehörden des Gemeinsamen Zentrums in Petrovice, gelang es in Kooperation mit den Justizbehörden und der Landespolizei unkompliziert und in kurzer Zeit einen flüchtigen Straftäter über Ländergrenzen hinweg festzunehmen und so dessen Strafverfolgung wegen des Verdachts der schweren Körperverletzung in der Tschechischen Republik sicher zu stellen.

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