23.08.2001
Deutsche und tschechische Schüler lernen gemeinsam
(DTPA/DH) ESLARN: Kinder aus dem fränkischen Eslarn und dem böhmischen Bela nad Radbuzou (Weißensulz) drücken künftig gemeinsam die Schulbank. In einem neuen Schulprojekt sollen bei Fächern wie Sport oder Kunst „Grenzen überwunden und Gemeinsamkeiten entdeckt werden“, so der Landtagsabgeordnete Georg Stahl, der das Projekt unterstützte gegenüber der Tageszeitung „Der neue Tag“. Bereits zu Beginn des neuen Schuljahres sollen tschechische und deutsche Kinder gemeinsam unterrichtet werden. Heinz Kett, Rektor der Volksschule Eslarn hat in Zusammenarbeit mit Schulamtsdirektor Engelbert Vollath vom Staatlichen Schulamt Neustadt-Weiden und Stahl für das neue Projekt eine finanzielle Förderung durch die Stiftung "Bildungspakt Bayern" von etwa 93 Prozent der anfallenden Kosten erreicht. Im Hinblick auf die EU-Osterweiterung und die künftigen Herausforderungen sollten derartige Initiativen nicht nur Beispielcharakter erlangen, sondern in der Grenzregion zur Selbstverständlichkeit werden. "Nachdem die Grenzen nicht mehr im ursprünglichen Sinne bestehen, müssen auch noch bestehende Grenzen in den Köpfen und mögliche Hindernisse wie Sprachprobleme beseitigt werden." Vielfältige historische, geographische und pädagogische Aspekte sprachen letztendlich für die Unterstützung dieser Idee der inneren Schulentwicklung. Gerade aber die Optimierung der Sprachfähigkeit in Tschechisch werde künftig vieles erleichtern. Vier Lehrkräfte und eine Förderlehrerin haben das Projekt ausgearbeitet. Die entsprechenden Lehrkräfte in Bela nad Radbuzou sind am Projekt beteiligt.

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