22.08.2001
Im Planspiel "Europa gestalten"
(DTPA/MT) PLAUEN: In einem Planspiel simulieren Schüler des Albert-Einstein-Gymnasiums in Plauen am Mittwoch, 29. August, die geplante Osterweiterung der Europäischen Union. Knapp 30 Schüler der Jahrgangsstufe zwölf schlüpfen in die Rollen von politischen Akteuren und agieren als Minister, Vertreter der Beitrittskandidaten, Abgeordnete des Europäischen Parlaments, Mitglieder von Bürgerinitiative oder als Journalisten. Auf der Basis von Hintergrundinformationen und einer fiktiven Ausgangslage werden komplexe Planungs-, Verhandlungs- und Entscheidungsprozesse mit Konfliktlagen möglichst realitätsnah nachgespielt. Ziel der Aktion ist es, das Interesse der Schüler für den europäischen Integrationsprozess zu wecken und den Bezug zwischen dem eigenen Leben und der europäischen Politik herzustellen.
Das Planspiel wurde von der "Forschungsgruppe Jugend und Europa" entwickelt. Durch den direkten Bezug des Rollenspiels zur Realität werden Entscheidungsprozesse in der EU erfahrbar und die Bedeutung der europäischen Einigung für den Alltag wird greifbar. Die "Forschungsgruppe Jugend und Europa" ist ein bundes- und europaweit tätiges wissenschaftliches Beratungszentrum für die politische Bildungs- und Jugendarbeit am Centrum für angewandte Politikforschung der Ludwig-Maximilians-Universität München.
Das Planspiel ist eine Vorlaufaktion zu der Veranstaltung "Nachbarn treffen - Europa gestalten", die am 1. September auf der Europabühne am Altmarkt stattfindet. Unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzler Gerhard Schröder veranstaltet das Presse- und Informationsamt der Bundesregierung seit dem 16. Juni bis zum 30. September 2001 in insgesamt acht Städten Bürgerbegegnungen zum Thema Osterweiterung entlang der deutsch-polnischen und deutsch-tschechischen Grenze.

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