17.08.2001
Becherovka-Rezeptur steht Privatisierung im Weg
(DTPA/DH) KARLOVY VARY: Die geheim gehaltene Rezeptur des weltberühmten Karlsbader Kräuterlikörs „Becherovka“ stellt sich derzeit als größtes Hindernis auf dem Weg zur Privatisierung des Herstellers „Karlovarska Becherovka“ heraus. Dieser lasse sich nach dem Plan der Regierung nicht verkaufen, behauptet der Fonds des nationalen Eigentums, der die Fabrik dem Finanzministerium zurückgeben will. Wie der Tschechische Rundfunk berichtet, handelt es sich dabei um den ersten Fall dieser Art bei der Privatisierung staatlichen Eigentums.
Der Betrieb wurde bereits vor einigen Jahren zu 34 % von der Firma „Salb“ übernommen, in der der französische Genussmittelhersteller Pernaud-Ricard die Führung inne hat. Salb sollte gegen eine Summe von 1,3 Milliarden Kronen zu den derzeitigen 34% weitere 59% Anteile kaufen und damit die Privatisierung vollenden.
Der angebliche Erbe der berühmten Karlsbader Rezeptur, Zdenek Hoffmann aus Domazlice (Taus) klagte aber gegen die Firma Karlovarska Becherovka wegen der Rechte an der Schutzmarke Becherovka.
Die französischen Interessenten bestehen daher auf Garantien seitens des tschechischen Staates bei eventuellen Schäden. Die Frist für die Unterzeichnung eines Kaufvertrags für Karlovarska Becherovka ist in der Nacht auf Donnerstag abgelaufen. Über die weitere Entwicklung muss nun das Finanzministerium entscheiden.

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