14.08.2001
Führen Feinspuren zu tschechischer Mordwaffe?
(DTPA/DH) GEROLDSGRÜN/HOF: Auch 150 Tage nach dem brutalen Mord an dem 17-jährigen Geroldsgrüner Hans-Joachim Wirth fahndet die Kripo Hof weiter. Eine wichtige Rolle bei den Ermittlungen könnte nun ein Feinspuren-Gutachten spielen, von dem Hinweise auf die bislang immer noch fehlende Mordwaffe erwartet werden. Das Ergebnis dieses Gutachtens wird in den nächsten Tagen erwartet. Noch sind die Chemiker des Landeskriminalamtes in München damit beschäftigt, die Feinspuren mit ebenso neuen wie langwierigen wissenschaftlichen Methoden zu untersuchen, berichtet die in Hof erscheinende „Frankenpost“.
Wirth war am 17. März kurz nach Mitternacht nahe der Schule in Geroldsgrün auf seinem Motorrad erschossen worden. Obwohl die Tatwaffe nie gefunden wurde, haben die Fahnder nun einen Teilerfolg errungen. In enger Zusammenarbeit mit der tschechischen Polizei konnten sie nachweisen, dass mit der fehlenden Waffe auch schon Straftaten im Nachbarland begangen wurden und mit der Pistole geschossen wurde. Trotz stundenlanger Vernehmungen von zahlreichen Personen aus dem Bekanntenkreis des Opfers, in denen sowohl von Kontakten zum Nachbarland als auch zu Rauschgift die Rede war, ließen sich mehrere Indizien nicht auf einen möglichen Täter vereinigen. Obwohl Kripo und Staatsanwaltschaft weiter von einem Hauptverdächtigen ausgehen, halten sie sich auf detaillierte Nachfragen bedeckt.

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