25.07.2000
Konsens beim Wegekonzept für Sächsische Schweiz
(DTPA) DRESDEN: Für den Nationalpark Sächsische Schweiz liegt erstmals ein akzeptables Wanderwegekonzept vor. Eine im vergangenen Jahr durch das Umweltministerium gegründete Arbeitsgruppe "Wegekonzeption" hat heute in Dresden das gemeinsam erarbeitete und einstimmig beschlossene Wegekonzept für den Nationalpark vorgestellt.
Umwelt- und Landwirtschaftsminister Steffen Flath begrüßte den Konsens. Unstimmigkeiten und Interessenkonflikte konnten ausgeräumt werden. Die jetzt vorliegende Konzeption entspreche sowohl den naturschutzfachlichen Anforderungen als auch den Erwartungen der Wanderer, Bergsportler und Touristen.
Erstmals in Deutschland wurde für einen Nationalpark eine Wegekonzeption durch eine Arbeitsgruppe, bestehend aus allen Interessenvertretern, erarbeitet. Die Arbeitsgruppe besteht aus jeweils einem Vertreter der sächsischen Wander- und Bergsportverbände, der Naturschutzverbände, des Tourismusverbandes, der umliegenden Kommunen sowie der Forst- und Nationalparkverwaltung. Mit der Vorlage der Konzeption hat sie ihr Gründungsziel erreicht. Gegründet worden war die Arbeitsgruppe, nachdem ein erster Entwurf zur Wegenutzung in der Sächsischen Schweiz durch die Nationalparkverwaltung im Jahr 1998 zum Teil kontroverse Diskussionen ausgelöst hatte. Strittig waren vor allem Sperrungen von Wanderwegen in der Kernzone des Nationalparks gewesen. Nach dem jetzt vorliegenden einstimmigen Beschluss ist eine langfristige Akzeptanz zu erwarten. Die Arbeitsgruppe wird die praktische Umsetzung der Konzeption begleiten. Mögliche Änderungen sollen auf jährlichen Treffen besprochen werden.
Der Nationalpark Sächsische Schweiz ist an der sächsisch-böhmischen Grenze gelegen. Er umfasst eine Fläche von 93 Quadratkilometern. Mehr als 2 Millionen Besucher besuchen pro Jahr die bizarren Felsenlandschaften.

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