30.05.2008
15 Jahre gewerkschaftliche Zusammenarbeit
(DTPA/MTL) GÖRLITZ: Unter dem Motto "Gute Arbeit in einem Sozialen Europa" begehen die Gewerkschaften im Dreiländereck Deutschland, Tschechien und Polen am 30./31.05.2008 in Zgorzelec/Görlitz mit über 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmern das 15-jährige Bestehen des Interregionalen Gewerkschaftsrates Elbe-Neiße (IGR).
Die Vorsitzenden der regionalen Gewerkschaftsbünde NSZZ Solidarnosc, Region Jelenia Gora, der Böhmisch-Mährischen Konföderation der Gewerkschaftsverbände CMKOS, Nordböhmen, und des DGB, Bezirk Sachsen, blicken auf die 15-jährige Zusammenarbeit zurück und geben einen Ausblick auf die künftige Arbeit. Die Festreden werden von den Bundesvorsitzenden der jeweiligen Gewerkschaftsbünde Michael Sommer, Milan Stech und Janusz Sniadek, gehalten. Danach findet ein trilateraler Empfang statt, der Gelegenheit zu informellen Gesprächen bietet.
Am zweiten Tag diskutieren Europaabgeordnete aus allen drei Ländern auf einem der Foren über aktuelle Probleme der gegenwärtigen Europapolitik. Weitere Foren thematisieren die Möglichkeiten grenzüberschreitender Jugendarbeit sowie gemeinsame Projektvorhaben.
Bei seiner Gründung 1993 war der IGR Elbe-Neiße damals der erste mit Partnern außerhalb der Europäischen Union. Bis 2004 verfolgte er das Ziel, den Integrationsprozess Tschechiens und Polens in die EU voranzutreiben und dabei den gemeinsamen Anliegen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Grenzraum eine Stimme zu verleihen. "Der IGR Elbe-Neiße war und ist das Soziale Gewissen in der Region. Er trägt dazu bei, dass Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nicht gegeneinander ausgespielt werden und ist ein wichtiger Beitrag zu einer nicht nur wirtschaftlichen und politischen, sondern auch zu einer sozialen Union", so Hanjo Lucassen, Vorsitzender des DGB Sachsen.

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