15.05.2008
Debattierfinale in Tschechien
(DTPA/MTL) PRAG: Petr Garaj vom Thomas-Mann-Gymnasium in Prag hat sich beim 4. Landesfinale von Jugend debattiert international in Tschechien zum Thema "Soll der Euro in Tschechien früher als 2012 eingeführt werden?" durchgesetzt. Insgesamt 500 Schüler aus 33 Schulen landesweit haben sich am diesjährigen Wettbewerb beteiligt, dessen Schirmherr der tschechische Minister für Schule, Jugend und Sport, Ondřej Liška, ist.
Der Botschafter der Bundesrepublik, Helmut Elfenkämper, begrüßte als Hausherr die Debattierenden und Gäste im Palais Lobkowicz und würdigte das Projekt. Jaroslav Rudiš munterte die Finalisten und das Publikum mit einer in Deutschland erlebten Episode auf und wünschte eine "positive Debatte".
Rund 80 Gäste – unter ihnen der tschechische Jungautor und Dramatiker Jaroslav Rudiš sowie der Vorjahressieger Jakub Štefela aus Liberec – verfolgten die spannende Debatte der vier Besten. Jindřich Fryč, Direktor der Abteilung internationale Beziehungen am Schulministerium, Stephan Nobbe, Leiter des Goethe-Instituts Prag, sowie Vertreter der Projektpartner Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft" und Gemeinnützige Hertie-Stiftung, Franka Kühn und Ansgar Kemmann, übergaben die Finalurkunden.
Der Sieger und die Zweitplatzierte Eva Kočicová aus Uherské Hradiště treten am 24.10.2008 zum 2. Internationalen Finale von Jugend debattiert international in Warschau an, wo sie auf die Landessieger aus Estland, Lettland, Litauen, Tschechien, der Ukraine, Polen und Deutschland treffen. Neben spannenden Debatten erwartet die Jugendlichen während der Turnierwoche ein umfangreiches Programm mit Stadtbesichtigung, Lesungen und Vorträgen in der polnischen Metropole. Schirmherr des 2. Internationalen Finales ist Sejm-Marschall Bronisłav Komorowski.
Jugend debattiert international will zur Auseinandersetzung mit Themen aus den Bereichen Schule, Grundrechte und Europa anregen und das Debattieren als Medium demokratischer Auseinandersetzung stärken. Das Projekt trägt dazu bei, dass junge Menschen in Mittel- und Osteuropa ihre Ansichten und Standpunkte kenntnisreich und überzeugend vertreten können. Um zugleich die Deutschkennt­nisse in den beteiligten Ländern und damit auch bilaterale Kulturbeziehungen zu fördern, findet das Projekt in deutscher Sprache statt.
Der Wettbewerb Jugend debattiert international wurde 2005 erstmals in Polen und Tschechien durchgeführt. Seit 2006 nehmen auch Schulen in Estland, Lettland, Litauen und der Ukraine daran teil. Im Schuljahr 2007/08 sind 1795 Schülerinnen und Schüler aus 105 Schulen beteiligt.
Jugend debattiert international ist ein Projekt des Goethe-Instituts, der Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft" und der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung. (Bildquelle: Goethe-Institut Prag)
Weitere Informationen zu Jugend debattiert international: http://www.jugend-debattiert.eu
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