03.08.2001
Sachsen äußern sich skeptisch über EU-Erweiterung
(DTPA/MT) DRESDEN: Eine Reihe von Fragen der jüngsten Repräsentativ-Umfrage des EMNID-Institutes in Sachsen widmen sich den Meinungen zur näher rückenden EU-Osterweiterung. Die augenblickliche Stimmungslage scheint für diesen Schritt nicht gerade günstig, die mentale Vorbereitung der Menschen scheint viel weniger gelungen als die administrative und technische.
Die Befragten sind hinsichtlich der Auswirkungen der großen Grenzöffnung nach Osten überwiegend skeptisch. Befürchtungen überwiegen die positiven Erwartungen deutlich.
Für das Thema, das für die Zukunft Deutschlands von eminenter Wichtigkeit ist und in den Grenzregionen, zu denen Sachsen gehört, bis in das Alltagsleben hinein Veränderungen mit sich bringen wird, wurden bislang offenbar nicht die geeigneten Kommunikationsformen gefunden. Beinahe die Hälfte der Befragten (46 %) gab an, sich über die EU-Osterweiterung schlecht informiert zu fühlen, lediglich eine Minderheit von 17 % sieht sich gut oder zumindest ausreichend informiert.
Zugleich ist die Einstellung zur Osterweiterung der Union bei einer Mehrheit der Sachsen ablehnend oder zumindest schwankend. 42 % der Befragten lehnen das Vorhaben eher ab, nur 18 % sind zum gegenwärtigen Zeitpunkt dafür, weitere 40 % sind zum Teil dafür, zum Teil dagegen. Jüngere Befragte sind der EU-Osterweiterung gegenüber eher aufgeschlossen, ebenso solche mit höherer beruflicher Qualifikation.
Ganz offenbar gibt es jedoch einen Zusammenhang zwischen Informiertheit und persönlicher Einstellung zur EU-Osterweiterung. Erkennbar wird bei einer zusammenhängenden Darstellung der beiden Größen, dass sich mit abnehmender Informiertheit die persönliche Einstellung zur Osterweiterung der Europäischen Union deutlich verschlechtert.

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